Jetzt fährt sie eine Rallye nach der anderen? Schön wär’s, aber diesmal bin ich als “Rallye-Insiderin” und weil ich Spaß an Oldtimern habe, einfach ein paar Meter zum Neuen Rathaus in Hannover gehüpft und habe mir den Zieleinlauf der Blech-Schätzchen angeschaut. Meine Kamera hatte ich gezückt und erstmal hieß es: “Warten”, bis die Autos aus Wolfsburg in Hannover ankamen. Solange erkläre ich mal etwas über Gleichmäßigkeits-Rallyes:
Was die “2000 km durch Deutschland” – Rallye ist? Ich empfehle die Übersichtsseite mit Streckenplan – hey, aber wiederkommen und weiterlesen! Kurz zusammengefasst: eine Rundreise, Start- und Zielpunkt ist Hannover. Die über 2000 km ergeben sich durch Zwischenstationen z. B. in Hameln, Paderborn, Hagen, Dortmund, Osnabrück, Bremen, Hamburg, Rostock, Potsdam, Cottbus, Halle und der Autostadt Wolfsburg.
Als Klasseneinteilung habe ich folgendes (entsprechend FIVA-Bestimmung) gefunden:
Die Fahrzeuge müssen vor dem 31.12.1980 hergestellt worden sein, schreibt das Reglement, aber ich habe auch später zugelassene Fahrzeuge entdeckt. Vielleicht ist diese Regelung noch nicht auf der Website aktualisiert worden?!
Auch hier geht es — wie bei der Silvretta — nicht um Geschwindigkeit, sondern um Zeitkontrollen und Gleichmäßigkeitsprüfungen sowie dem Einhalten der Tempobegrenzung im normalen Straßenverkehr. Die letzte Gleichmäßigkeitsprüfung war kurz vor dem Ziel. Da ist das Rallye-Team nochmal gefordert gewesen.
Doch was genau ist eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf Zeit?
Ich habe vor Ort mit einigen Leuten gesprochen, die gar nicht genau wussten, was da zu beachten ist. Als Rallye-Evangelista liegt mir natürlich viel daran, das zu erklären:
Die Strecke ist festgelegt, sagen wir mal 30 Meter. Nun gibt es vom Orga-Komitee eine Zeitvorgabe, in der diese Strecke exakt zu fahren ist. Bei der letzten Prüfung, die ich mir anschaute waren es 8,88 Sekunden. Schelme, haben sie die Nachkommastelle so gesetzt, dass es eben nicht ganz 9 Sekunden sind! Da brauchen wir jetzt keine höhere Mathematik, um eine Durchschnittsgeschwindigkeit auszurechnen: 1m/s = 3,6km/h. Um 100m in 10 Sekunden zu schaffen, bräuchte man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h, bei 30 Metern in 8,88 Sekunden 12,162 km/h.
Ein Video macht es deutlich, hier am Beispiel des Porsche 911 Targa bei der letzten Wertungsprüfung — achtet mal darauf, was über die Heckstoßstange hängt, ich sage nur: “Tierisch!”.
Zwei Arten, wie man eine Wertungsprüfung starten kann
Es gibt einen fliegenden Start, bei dem kann ich vielleicht circa 10m vor der eigentlichen Linie schon losfahren, versuche beim Überfahren des Messpunkts auf der Durchschnittsgeschwindigkeit zu sein und diese bis zum Zielmesspunkt zu halten. Das ist noch etwas einfacher, als wenn ich einen stehenden Start habe, so wie bei dieser Prüfung durchgeführt.
Beim stehenden Start muss ich mir überlegen — und jetzt wird es doch noch höhere Mathematik — in wie weit kann ich ausgleichen, dass ich nicht mit der Durchschnittsgeschwindigkeit starte. Wie schnell starte ich, wie hoch gehe ich, bis ca. zur Mitte des Ziels und wann bremse ich wieder ab, um bei 8,88 Sekunden die Ziellinie zu erreichen. Wenn jemand eine Formel für dieses Beispiel hat, sehr gern, ich habe das ganz nach Gefühl gemacht (sensibler Gasfuß, “Frauengasfuß” auf Facebook genannt), denn die Zeit ist so kurz, dass man da gar nicht so viel zirkeln kann. Und fahrt mal bitte bewusst 12 km/h mit Eurem Fahrzeug, Ihr werdet merken, wie schwierig es ist, vor allen Dingen ohne digitalen Tacho!
Der Copilot ist wichtig und unverzichtbar für diese Wertungsprüfung, denn er kümmert sich um die ganze Rechnerei, zückt die Stoppuhr, muss beim Anfangsmesspunkt die Stopuhr im Countdown-Modus aktivieren und zählt während der Wertungsprüfung die Zahlen laut herunter, so dass der Pilot weiß, ob er zu langsam ist und einen Zacken Gas drauf legen oder seinen Bremsfuß spielen lassen muss. Ach ja, ich habe jetzt mal bewusst auf die weibliche Form Pilotin und Copilotin (siehe mein Beitrag dazu) verzichtet, denn wir haben ja hier wenig Zeit, es sind selbstverständlich sowohl Frauen als auch Männer in unterschiedlich besetzten Teams gefahren.
Es gibt — meines Wissens — 2 unterschiedliche Messverfahren: die Lichtschrankenmessung (die hier Anwendung fand) und die Druckluftschlauchmessung. Letztere reagiert auf das Überfahren mit dem Vorderrad, man kann den winzigkleinen Punkt spüren, wenn man den Druckluftschlauch überfährt. Dann sollte man aber schon die Stoppuhr gedrückt haben, nicht erst, wenn man über diesen “Huckel” hinweg ist. Bei der Lichtschrankenmessung hat man noch weniger Anhaltspunkte, denn der Copilot muss wissen, mit welchem Fahrzeugteil (zumeist die Front-Stoßstange) der Sensor auslöst. So braucht man viel Gefühl fürs Auto, wenn man eine zufriedenstellende Messung durchführen möchte.
Am Ende der Strecke steht dann manchmal eine große Zeittafel, auf der die Zuschauer dann ablesen können, wie das Ergebnis aussieht. Aus der Erinnerung war das beste Ergebnis nur eine Abweichung von 0,04 Sekunden, es können aber auch mehr gewesen sein. Bei meiner ersten Wertungsprüfung auf der Silvretta, auf der wir Platz 1 belegten, hatte ich eine Abweichung von 0,01 Sekunden — nur mal als Vergleich.
Kamera gezückt und losfotografiert. Die Menschen am Straßenrand freuten sich, die wunderschönen Fahrzeuge zu sehen. Die Oldtimer waren in unterschiedlichem Zustand, ich sah teilweise deutlich, wer eine Fachwerkstatt an die Pflege heranließ oder selber versiert Hand anlegte und wo die Liebe zum alten Schätzchen den Geldbeutel arg strapazierte bis überstrapazierte.
Aber irgendwie waren sie alle toll, denn die Menschen in den Fahrzeugen strahlten eine Lebensfreude aus, der Spaß am Motorsport war nicht aus ihrem Gesicht zu bekommen, Lächeln bis Lachen, alles dabei, Scherzen mit dem Startflaggenschwenker, Winken ins Publikum, eine bemerkenswerte Atmosphäre. Diese Stimmung wird sich auch auf der Siegerehrung noch für das Platz-1-Team gesteigert haben, denn die Gesamtsieger Brigitte und Peer Thieme haben in Potsdam noch eine erfolgreiche Eigenreparatur am Buick Special Eight durchgeführt, bevor sie den Pokal in Hannover entgegen nehmen konnten.
Siegerfahrzeug in der Gesamtwertung Buick Special Eight
Autor:
Nicole Y. Männl Datum:
23. Juli 2010 Thema:Auto Kommentare lesen + schreiben: zu den 2 Kommentaren
Heiße Kurven, schwarzer Asphalt, glänzender Lack in Rot — hier ist jetzt gerade jeder für seine Gedanken selber verantwortlich!
Es war schon richtig “heiß”, aber damit meine ich das Wetter, die Streckenführung auf der Silvretta Hochalpenstraße sowie die Bergstraßen in der Umgebung — und der Autolack des FCX glänzte dunkelrot im Sonnenlicht. Was hast Du denn gedacht?
Ich würde es jederzeit wieder tun, ja, Pilotin bei der Silvretta E-Auto Rallye zu sein, ist ein Erlebnis. Wie sich das anfühlt? Nicht einfach zu beschreiben, aber ich habe ein Video zusammengestellt, wo die intimsten Bordgespräche zwischen Pilotin und Copilot aufgezeichnet wurden, Ihr könnt fast hautnah bei einer Wertungsprüfung dabei sein und den Ausblick durch die Windschutzscheibe gibt es obendrauf und zwar am Ende dieses Berichts!
Doch worum geht es bei der Silvretta Rallye überhaupt? An drei Rallyetagen drei unterschiedliche Strecken zu befahren, die zwischen 42 und 62 km lang sind. Warum so kurz? Die Oldtimer fahren doch auch längere Strecken?
Ganz einfach: um alle E-Autos teilnehmen lassen zu können, denn die kleinen Stromer (siehe links) haben noch nicht so eine Reichweite wie z. B. die von mir gefahrene Brennstoffzelle FCX Clarity – 1 Tankfüllung = 460 km.
Geht es um Schnelligkeit? Ja und nein. Es wird nicht herumgeheizt, obwohl es mir manchmal schon im Gasfuß gekribbelt hat – in 8 Sekunden auf 100km/h zu sein, macht Spaß, das Ansprechverhalten konnte ich auf der Autobahn mal ansatzweise ausprobieren (natürlich nicht aus dem Stand, versteht sich). Das unglaublich ungewohnte, wenn man ein E-Auto fährt, ist das Gasgeben. Aufs Gaspedal latschen und der Wagen kommt sofort und ohne Verzögerung dem “Pedalwunsch” nach. Genauso gewöhnungsbedürftig ist das Bergabfahren. Es gibt – logischerweise – keine Motorbremse und die Automatik steht immer auf “D” (Wahlhebel hat nur D, N und R).
Fahrverhalten ansonsten: bei knapp 5 Metern (4,83m) Länge des Honda habe ich eine gewisse “Laufruhe”, dennoch ist es ein agiles Fahrzeug (10,8m Wendekreis), was ich beim Slalom am Tag der Probefahrt (mit Videonachweis!) testen konnte, da hatten wir die Pylonen im Abstand von 10m aufgestellt und ich kam “locker” durch. Umso enttäuschter war ich, dass auf der Silvretta keine “echte” Geschicklichkeitsprüfung eingeplant war, kein Slalom und auch eine Rollprüfung war nicht vorhanden.
Aber: um die Durchschnittszeit der Langstrecken-Wertungsprüfung halten zu können, musste ich auf der Bielerhöhe schon ganz schön Speed auf den Geraden geben, um die vielen Kehren auszugleichen. Das ist nach meinem Geschmack gewesen.
Die anderen zwei Tage (siehe Links oben) hatte ich mir auch vorher mal auf Maps angesehen und abgespeichert. Wichtig hierbei: die Rallye-Route war nicht nach dem kürzesten Weg konzipiert (wie es Google anzeigt), sondern wir wurden noch kreuz und quer geführt, damit wir auch an bestimmten Zeitkontrollen vorbei kommen mussten, die abseits der Strecke lagen — Schummeln bzw. Abkürzen also unmöglich!
Stimmung beim Rallyefahren sowie davor und danach
Über die Stimmung am 1. Tag hatte ich ja schon etwas geschrieben. Das Fahrerlager wurde von Stunde zu Stunde immer vertrauter für jeden von uns und dementsprechend verhielten sich auch die anwesenden Teams immer entspannter und wurden zugänglicher (“Premiummarken” blieben zurückhaltend!), bei einigen sehr herzlichen Kontakten (Toyota und Mitsubishi sowie Team Tesla mit Graf Lenny) wünschten wir uns gegenseitig vor dem Start viel Glück und hielten die Daumen hoch! Dennoch war jeder bestrebt, ein gutes Ergebnis zu erzielen und ehrgeizig. Aber das eine schließt ja das andere nicht aus.
Mitsubishi,
Toyota
und Tesla
Und im Team Honda? Wie war die Stimmung da? Ungeschönt und ungelogen? Ok, ich gebe es zu: die Stimmung war bestens! Wie aber anders sollte es auch sein, wenn drei autoverrückte Menschen aufeinander treffen und auf einer Veranstaltung sind, wo es um vier Räder, Blech (ja, wir haben auch herumgeblödelt) und Motorsport geht?
Mit Fred Bauch hatte ich ein Urgestein an Erfahrung in Sachen Auto an meiner Seite, den ich alles fragen konnte, wenn es um den FCX ging oder Fahrtipps. Nur einmal habe ich einen kleinen Fahrfehler (zu eng eingelenkt in den Kehren) begangen, den haben wir gleich besprochen und ausgemerzt.
Mit meinem Copiloten Alexander Heintzel (den Dr. unterschlage ich mal, ich sage höchstens mal scherzhaft “Doc” zu ihm) habe ich ernsthaft gearbeitet, aber genau so viel haben wir auch gelacht. Immer alles zu seiner Zeit. Schön ist ja, wenn man ungestraft harten Rallye-Speak an den Tag legen kann, wenn es schnell gehen muss und sich nach der Rallye dann wieder prosaisch und mit Wortwitz zutexten kann.
Auf ein Zeitungscover habe ich es zwar nicht gebracht, diese kleine Fotomontage hat mir jedoch so viel Spaß gemacht, dass ich Euch die nicht vorenthalten möchte. Weitere – unge-fake-te – Fotos sind noch bei flickr zu finden!
Die begeisterten Zuschauer? Ja, die hatten wir, direkt vor Ort, die Leute jeden Alters waren wirklich toll, ich bin immer noch ernsthaft gerührt, wenn die Menschen – wie im Video zu sehen – am Straßenrand begeistert die Fähnchen schwenkten, sich freuten, die Daumen hochhielten und winkten. Das Gefühl kann man nicht wiedergeben, das ist unbeschreiblich schön!
Die Begegnung mit den unberechenbaren Kühen, die einfach auf der Rallyestrecke standen und keinen Schritt auswichen, werde ich auch nie vergessen, sowie die ganze wunderbare Landschaft, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe und die auch mit uns zufrieden gewesen sein muss, denn der FCX hat lediglich ein paar Tropfen Wasser als “Endprodukt” in der Gegend verteilt.
Habe ich langsam genug geschwärmt? Was interessiert Euch denn noch? Was ich noch nicht geschrieben habe, meine ich (->zu allen Silvretta-Artikeln). Ich könnte noch viel schreiben … ach ja, der Alex hat den letzten Tag auch noch auf der GT Worldwide beschrieben, das ergänzt sich gut. Und nun? Ich denke, das bewegte Bild, also Video, sagt mehr als 1000 Worte:
Disclosure: meine Texte sind keine Werbetexte, spiegeln meine eigene Meinung wieder. HONDA hat die Nutzungsrechte für meine frei verfassten Texte, Fotos und Videos erhalten und erstattet mir meine entstandenen Aufwendungen.
… aber hat bei uns keine Chance, denn die vernetzten Leute tauschen sich aus!
Wer ist bei Facebook eigentlich auf die Idee gekommen, dass man so eine Kampagne starten kann? Werden da wieder Datenschutz und Persönlichkeitsrechte verletzt? Ist es gar eine Unterstellung, dass mit meinem – und Eurem! – Konterfei geworben wird, derjenige habe den “automatischen Freundefinder” benutzt?
Also, mir geht es schon so, dass ich mich “benutzt” fühle, denn meine Statusmeldungen, die ich abgebe, sind als geprüft und “trusty” zu sehen, außer, ich schreibe dazu, dass etwas ungeprüft ist. Das erwähne ich explizit, dass es eine Annahme oder Vermutung wäre. Was passiert nun, wenn ein Facebook-Kontakt, der sich vielleicht nicht so gut auskennt, liest, dass ich den “automatischen Freundefinder” benutzt habe? Er wird glauben, dass ich mich auskenne, es empfehle und wird es mir ggf. nachtun.
Auf twitter habe ich vorgestern folgenden Tweet von @netzpolitik gefunden:
Tja, das ist die Kehrseite: man wird für “dämlich” gehalten, wenn man auf Facebook angezeigt wird, dass man das Tool benutzt hätte, obwohl dieses von Facebook glatt gelogen ist.
C’est la vie? Mitnichten, denn Reputation im Web 2.0 ist ja nun nicht ganz unwichtig. Wer der Sache nicht hinterher geht, der wird denken:
“Wie blöd ist denn Person XY, dass die Ihr E-Mail-Konto samt Passwort in Facebook eingibt?!”
Denn genau das verlangt Facebook, wenn man den automatischen Freundefinder benutzen will. Leute, die eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain haben, kommen dabei gut weg, denn dieses Verfahren funktioniert glücklicherweise nicht. Doch wenn man bei GMail, Yahoo, MSN oder noch weiteren Anbietern von Maildiensten ein E-Mail-Konto hat, dann wird der Vorgang unterstützt. Das ganze sieht so aus:
Beruhigen soll den “Unwissenden” oder “Experimentierfreudigen”, das das Passwort nicht gespeichert wird – aha, aber es wird erstmal gebraucht und in Skripten verwendet, allein dieser Umstand sollte alle aufhorchen lassen und nicht einmal im Traum überlegen lassen, dieses Tool einzusetzen.
Interessant auch die Tatsache, dass nicht mit vollem Namen geworben wird und die Namen sowie Fotos nicht verlinkt sind! Wovor hat sich Facebook denn da in Acht nehmen wollen?
Mich würde wirklich mal interessieren, ob es weitere Hintergrundinformationen gibt, denn ich habe auf die Schnelle jetzt erstmal nichts weiter gefunden, außer ähnlichen Aussagen wie die von Netzpolitik auf twitter.
Zwei Diskussionen habe ich bisher auf Facebook gefunden, die eine davon habe ich angestoßen:
Facebook-Diskussion von mir
dort habe ich erstmal nachgefragt, ob die angezeigten Kontakte dieses Tool benutzt haben, was mit “negativ” beantwortet wird
Facebook-Diskussion von Thomas Pleil
der sicherstellen wollte, dass keiner diesen Facebook-Quatsch glaubt. Ich denke, diese Statusmeldung ist sehr wichtig und ich kann es nur empfehlen, es ähnlich zu machen, um deutlich darauf hinzuweisen, dass Facebook mit Deinem Profilbild + Vornamen lügt!
Wichtig finde ich auch noch die Hinweise, dass es einige auch als Phishing-Attacke gesehen haben, denn es ist sehr gut, wenn die Nutzer einer Plattform so vorsichtig sind, dass sie auch Systemmeldungen – oder welche, die so aussehen! – immer mit Vorsicht, Skepsis und Zurückhaltung betrachten!
UPDATE:
Habe in den Kommentaren von Andreas Grieß Blogbeitrag geantwortet, was ich hier auch noch sehr gern ergänzen möchte: “Danke für das Aufgreifen meines Blogbeitrags, freut mich sehr!
Du hast einen guten Punkt herausgestellt: darf Facebook zeigen, welche Tools ich im Gebrauch habe?
Ich meine, ohne meine Erlaubnis (und die habe ich nirgendwo offensichtlich gelesen bzw. dem zugestimmt) darf Facebook nicht anzeigen, dass ich ein Freundefindertool benutze, egal, ob ich es einsetze oder – wie in diesem Fall – eben auch nicht – und damit das ganze „gelogen“ ist.
Ich sollte schon selber aussuchen können, welche Tools was an meine Pinnwand schreiben (das kann man übrigens sehr gut steuern), aber wenn bei anderen Freunden einfach meine „Gewohnheiten“ angezeigt werden, ohne dass ich es „freigebe“, dann mag ich das nicht.
„Mag nicht“ ist hier bewusst untertrieben gewählt … “
Es ist schon sehr “witzig”, da ist man die einzige Fahrerin auf der Silvretta E-Auto und wird gar nicht als solche wahrgenommen. Das Schubladendenken, wenn eine Frau an der Silvretta teilnimmt ist schon sehr bezeichnend, dass sie automatisch von den Leuten als Copilotin eingeschätzt wird. Nein, ich bin keine Emanze oder eine Genderfanatikerin, aber dass immer davon ausgegangen wird, dass bei einem gemischten Team der Mann fährt, macht mich mindestens etwas mehr als ungehalten.
Soweit wäre es mir relativ egal gewesen, ich hatte oft genug in vielen Gesprächen mit den anderen Teams die Frage nach dem Fahrer mit “ich bin die Fahrerin, die einzige hier auf der E-Rallye” beantworten können. Aber als bei der offiziellen Preisverleihung bei der Moderation von höchster Ebene dieser Faux-Pas ebenso begangen wurde und ich als Copilotin vorgestellt wurde, bin ich doch etwas ausgetickt, habe mir den Moderator geschnappt und ihn auf den Pott gesetzt, er möge doch bitte korrigieren, dass ICH die PILOTIN bin!
It’s a men’s world …
Genug geschimpft wie ein Rohrspatz! Das waren tolle, erlebnisreiche und anstrengende Tage, aber ich habe jetzt für einen ausführlichen Bericht nicht mehr die Energie, muss erstmal auftanken, aber möchte doch kurz die Ergebnisse durchtippern:
Gesamtwertung: 9. Platz
Tag 1: Platz 5
Tag 2: Platz 12
Tag 3: Platz 15
1. Wertungsprüfung am 1. Tag: 1. Platz (Pokal)
Teilnehmer gesamt: 24 E-Autos in einer Klasse (guckt mal in die Ergebnisliste, da ist Craig Davis auf Tesla z. B. Nr. 19!)
Platz 1 Damenpokal: meiner
Zieleinfahrt nach der 3. Tagesetappe
Disclosure: meine Texte sind keine Werbetexte, spiegeln meine eigene Meinung wieder. HONDA hat die Nutzungsrechte für meine frei verfassten Texte, Fotos und Videos erhalten und erstattet mir meine entstandenen Aufwendungen.
und suche Freud, … habe ich zwar nicht gesungen, aber der Motor summte flüsterleise fröhlich vor sich hin – ohne zu pfeifen! Das liegt daran, dass unser technischer Experte Fred Bauch für den Honda FCX Clarity bestens sorgt, so dass der FCX fröhlich jeden Tag alles mitmacht, was von ihm abverlangt wird.
Technische Probleme hatten wir selbstverständlich NICHT bisher, also bleibt Fred mehr Zeit für die “Car-Cosmetics”, damit der FCX im besten Licht “er-scheint”. Die Fliegen im Montafon wollen mir ständig freudig Guten Tag sagen, suchen aber nicht schnell genug das Weite und: #Klatsch …
Zurück zum Kehrschwung, nein, nicht der Einkehrschwung …
Der zweite Tag (09.07.) auf der Silvretta E-Auto Rallye ging rund. Im wahrsten Sinne dess Wortes, denn es waren über 30 Kehren, die Kurven noch nicht mitgerechnet. Die Landschaft war traumschön, doch ich musste die Augen auf der Straße behalten. Die knapp 5 Meter HONDA FCX Clarity sind zwar lang, aber dennoch sehr wendig und agil – aus der Kurve wieder auf die Gerade zu beschleunigen macht richtig Spaß, weil das Brennstoffzellenauto dem “Pedalwunsch” unmittelbar sowie sofort nachgeht und diesen erfüllt.
Auf dem Weg – oder fast schon besser bezeichnet als “Aufstieg auf 4 Rädern” zur Bielerhöhe musste ich mich teilweise ganz schön verbiegen, damit ich das weiterführende steil ansteigende Stück, bei der Fahrt durch die Kehre überhaupt einsehen konnte. Denn die Strecke war nicht für uns abgesperrt, sondern andere einheimische Fahrzeuge und Touris kreuzten unseren Weg.
Eine doppelte Herausforderung bietet hier die Tierwelt auf Asphalt. Nein, nicht die Pechvögel dieser Welt, die unter die Räder gekommen sind, sondern die lebendigen Hinternisse, buntgefleckt oder braun und zumeist Euter tragend. “Diese dusselige Kuh” war diesmal kein Schimpfwort, sondern Realität. Besondere Herausforderung ist, auf sich aufmerksam zu machen, um die Kuh weg zu scheuchen. Aber wie, wenn die Kuh keinen Motor hört, geschweige denn, uns sieht, weil sie mit dem Rücken zu uns steht? Geduld haben wir nicht im Programm, wir fahren ja gegen die Zeit. Einmal ging die Kuh nicht von allein von der Strecke, so dass ich doch – nach Tipp meines Copilotens Alexander Heintzel – auf die Hupe drücken musste. Die Kuh machte einen Satz zur Seite, wobei die vier Hufe auf einmal in der Luft standen. Nach diesem Schreck – für die Kuh! – waren wir uns sicher, dass diese Kuh die nächsten zwei Tage bestimmt keine Milch mehr gibt, allerhöchstens ein bisschen Sahne.
Ansonsten war die Berg- und Talfahrt mit ihrer reizvollen Straßenführung ein Genuss. Bis auf den Moment, wo ein handelsüblicher Golf (Benziner) die Kurve nicht bekam, halb über meine Straßenseite herumruderte und ich – hochkonzentriert – dieses mitbekam und die Situation durch eine kontrollierte, aber scharfe Bremsung retten konnte. Ich stellte mir danach vor, das hätte auch das Ende der E-Rallye sein können, denn ohne meine schnelle und richtige Reaktion wären wir aneinandergeraten. Durchgeatmet, ordentlich unflätig geschimpft - und weiter.
Verschiedene Wertungsprüfungen begleiteten uns den Tag über. Wer was wie gemacht hat, seht Ihr auf dem ausführlichen Fahrbericht des 2. Tages Silvretta (GT Worldwide).
Wie steht’s?
Erzielt haben wir heute leider nur den 12. Platz, wobei 2 Prüfungen sehr gut waren und nur die Langstreckenwertungsprüfung von uns so richtig “verpasst” wurde. Aber in der Gesamtwertung (die ja letztlich zählt) sind wir immerhin noch auf Platz 7, also weiterhin in den Top10.
Motivation: weiterhin hoch
Erfahrung: haben wir hinzugewonnen
Ziel: wir versuchen für den dritten und letzten Tag an die - bisher erfolgreichen – Wertungsprüfungen einfach anzuknüpfen.
Disclosure: meine Texte sind keine Werbetexte, spiegeln meine eigene Meinung wieder. HONDA hat die Nutzungsrechte für meine frei verfassten Texte, Fotos und Videos erhalten und erstattet mir meine entstandenen Aufwendungen.
Rallyefahrer sind Frühaufsteher, das merkt man, wenn man die Zeiten zur Startaufstellung der Oldtimer liest: 7:50 Uhr! Die E-Rallye ist da etwas entspannter, da ging es erst um 9:00 Uhr morgens mit Fototerminen los. Wir waren mit vielen E-Autos in einem großen kühlen Zelt und zuerst war die Stimmung so wie das Zelt. Kühl. Man beschnupperte sich, aber ohne sich anzugucken und jeder kümmerte sich um seinen Kram. Nach dem Fahrerbriefing bis zum Start lockerte die Atmosphäre merklich auf.
Hey, wir doch auch zum Spaß hier und warum sollten sich “Auto-Marken” denn nicht auch miteinander unterhalten? Am einfachsten kommt man mit den Autos – und den Menschen dahinter – ins Gespräch, die genau das entgegengesetzte Produkt haben. Entgegengesetzt? Ja, der Brennstoffzellenantrieb wird zukünftig eher ein Langstreckenfahrzeug sein und ein reiner Elektromotor als einzige Antriebskraft sicherlich häufiger für Kurzstrecken- und Stadtfahrten eingesetzt werden.
Also ich habe mich sehr nett mit den Teams von E-MINI, Mitsubishi, Toyota, BRUSA Lampo 1+2 unterhalten. Jeder der Herren – ja, it’s a Men’s World – hat mir gern Fragen beantwortet und in den meisten Autos habe ich auch dringesessen. Schön, mal Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen, die die Autos der Zukunft auszeichnet. Danach habe ich im Gegenzug auch gern den HONDA FCX Clarity kurz vorgestellt bzw. über die Besonderheiten gesprochen.
Teilweise kamen auch Zuschauerinnen und Zuschauer auf uns zu und brachen in Entzücken aus, als sie den FCX sahen. Andere Autointeressierte gingen auch sang- und klanglos an uns vorbei, als wären wir gar nicht da …
Stimmung im Zelt
Masato von Toyota – der Pilot im Cockpit – und ich haben uns über die Brennstoffzelle unterhalten und ausgetauscht.
Die Rallye begann
Über die Rallye an sich und den Verlauf hat mein Copilot etwas geschrieben, das werde ich hier verlinken, sobald es in der GT Worldwide online gegangen ist.
Das Daumendrücken hat super geholfen, bitte drückt so fest Ihr könnt – danke und gute Nacht, bis morgen!
Disclosure: meine Texte sind keine Werbetexte, spiegeln meine eigene Meinung wieder. HONDA hat die Nutzungsrechte für meine frei verfassten Texte, Fotos und Videos erhalten und erstattet mir meine entstandenen Aufwendungen.
Mein Hobby - neben Social Media und Gadgets - schon seit der Matchbox-Zeit, sind Autos. Ich habe sogar mal in einer Werkstatt gearbeitet und bin alle möglichen Typen (Ferrari bis Käfer) gefahren.
Ein Wunsch wird vom 08.-10.Juli 2010 in Erfüllung gehen, in dem ich bei der Silvretta E-Rallye als Fahrerin teilnehme, alle Berichte hier.
Nicole Y. Männl aus Hannover (daher "0511" wie meine Ortsvorwahl). Ich bin Freiberuflerin (Bereiche Social Web, CM-Systeme wie TYPO3 + WordPress) und berate, erstelle Konzepte, setze um, gebe Redakteurs-Schulungen und halte gern Sessions (auf BarCamps) sowie Vorträge/Workshops zu verschiedenen Themen. Den WebMontag Hannover organisiere und moderiere ich seit Anbeginn mit.
Meine Interessensgebiete sind somit auch die Themen dieses Blogs und was mir sonst noch einfällt.
Facebook Radar
Twittering ...
Gutschriften von Facebook - zum Anfüttern ... oder wie? Geht's jetzt doch verstärkt ans Geldverdienenwollen? http://twitpic.com/29q3821 min ago
war live dabei,kenne ich ;-) RT @RobGreen: Venture TV Videointerview über mein altes Blog, Bloggen,Twitter + Buzzriders http://bit.ly/ctAnpA1 hr ago