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Soo easy ist das dann alles doch nicht mit einer professionellen Steuersoftware, denn man muss eins immer noch tun: sich an den Rechner setzen und das Programm aufrufen. Das habe ich schon einige Male echt gut geschafft. Dann war die Steuersoftware in einem Fenster offen und ich musste quasi drumherum arbeiten. Immer schön die Vermeidungsstrategie fahren. Bloß viele Fenster darüber legen, damit man es vor lauter anderer Arbeit irgendwann nicht mehr sieht.

Die Steuer-Sachen zu machen ist zwar auch Arbeit, aber ihr wisst ja: es gibt immer etwas dringenderes oder wichtigeres als die Steuer. Nur, wenn die Fristen drohen, wenn Termine zur Einreichung immer näher kommen, dann fängt man ganz spät an, kommt aber auch ganz gut durch. Druck und Stress … meine Steuermach-Treiber … fürchterlich eigentlich, oder?

Aber so bin ich – und ein gutes Programm wird mich auch nie ändern. Eine angenehm und einfach zu bedienende Software erleichtert das Leben aber doch ein bisschen mehr, als ein Tool, dass sperrig und hässlich ist. Die Installation und die ersten Schritte haben ja auch ganz gut bisher geklappt, siehe auch meinen ersten Artikel.

Hier noch ein paar Erfahrungswerte aus meinem Büro Easy Praxistest

Das Steuerjahr 2014 kann ich mit Lexware Büro Easy nachpflegen, so wie ich das recherchiert habe. Für 2015 hatte ich mir bisher vorgenommen, immer gleich alles einzupflegen, damit der Rattenschwanz nicht mehr so lang wird und der Ablagekorb vor allen Dingen nicht mehr überquillt.

Das habe ich jetzt im Februar 2015 schon mal gemacht. Aber eben nur die Belege von Januar und Februar eingetragen. Ich hatte in meinem jugendlichen Leichtsinn insgeheim gehofft, dass ich zumindest die Belege 2014 schon mal alle vorbereiten könnte. Aber auch hier: Meine Kunden sind Könige und ich habe meine Buchhaltung immer wieder – bis auf die Aufgabe „Rechnungen und Angebote schreiben“ – zurückgestellt. Natürlich immer noch mit den Office-Programmen, denn das Einpflegen der Vorlagen ist ja auch nicht so mein Ding.

Rechnungen in Lexware Büro Easy schreiben

Ich weiß nicht, ob das für mich Sinn macht, denn meine Rechnungen sind sehr individuell geschrieben, weil ich immer sehr individuelle Projekte habe. Lexware Büro Easy ist da eher etwas für einen festen Artikelstamm, der sich ständig wiederholt, finde ich. Bisher habe ich also die Rechnungen als Gesamtbetrag nachgetragen. Das geht natürlich auch.

Tipp: immer höllisch aufpassen, ob der Brutto oder Nettobetrag angegeben wird. Das ist das kleine Listfeld ganz unten. Bei Rechnungen ist es meistens einfacher, den Nettobetrag einzugeben, bei Lieferantenrechnungen gebe ich lieber Brutto ein, denn das ist ja auch der Betrag, der von meinem Konto Bank bezahlt wurde.

Lexware Büro Easy Kunden

Mein Problem mit Rechnung / Mahnung

Ein wenig schwierig, wenn man eine Rechnung schon vorbereitet hat und der Kunde noch schnell etwas nachbestellt. Oder man sich vielleicht vertippt hat beim Preis. Oder man möchte eine Position wieder herausnehmen. Oder eine Rechnung einfach neu schreiben und die alte stornieren. Zuerst dachte ich, man kommt irgendwie nicht mehr an sie heran. Der kleine Stift im Menü hilft aber, denn der heißt „editieren“. Das war die Lösung. Aber das fand ich so schnell nicht heraus. Ich versuchte es – für mich buchhalterisch korrekt, dachte ich – anders.

Der Menüpunkt Rechnungskorrektur hilft da nicht wirklich schnell weiter, denn dort wird nur eine Art Gutschrift angeboten. Die Position und den Preis muss man sich aber aus der ursprünglichen Rechnung heraussuchen und merken. 

Das habe ich mal probiert. Ob ich dem Kunden die Belege schicken müsste, weiß ich nicht. Danach habe ich die Rechnung neu in der korrekten Fassung erstellt. Nun ist der Posten Rechnung und gleich hoch lautende Gutschrift (also Aufhebung in der EÜR quasi) aber immer noch in der Liste der offenen Rechnungen. Bekomme ich da einfach nicht weg.

Ob das nun richtig war oder nicht, weiß ich nicht, aber ich habe einfach bei der ursprünglichen Rechnung nun die Posten gelöscht und die Rechnung auf Null gesetzt. Das war das einzige, was funktioniert hat – technisch. Wie das dann in der EÜR ausgeworfen wird, weiß ich nicht.

Mahnwesen

Lexware Büro Easy Mahnung

Ganz praktisch, dass man selber nicht mehr rechnen muss und auf die Fristen aufpassen müsste. Ich hatte noch keinen Case, außer dass mir die o. g. Rechnung aus Januar, die ich nachgetragen habe, als Mahnstufe 2 im Februar angezeigt wurde. Aber das hatte ich ja nun rausgefunden, dass ich die Position löschen konnte.

Was mir allerdings fehlt, ist die Hilfe zum Jährlichen Zinssatz. Auch das Forum half mir nicht wirklich dabei. Auskunft gibt die Seite Basiszinssatz. Auch hier muss man sich erstmal hineinlesen. Das werde ich dann tun, wenn der Fall eintritt, dass ich mahnen muss.

Was positiv ist, dass man das Mahnwesen bzw. offene Rechnungsbeträge besser im Griff hat, wenn man alles sofort eingibt.

Gutschrift / Rückerstattung

Wie lege ich eine Rückerstattung eines Lieferanten an? Das ist der nächste Punkt, der mir bevorsteht, zu recherchieren. Ich habe nämlich eine Gutschrift eines Providers, der mir zuviel berechnet hatte und mir nun diesen Betrag wieder zurück anweist. Kompliziert, kompliziert! Das Forum ist auch hier wieder meine Anlaufstation Nummer eins. Das muss ich aber noch ausprobieren.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Mit Lexware Büro Easy 2015 kann man sich nur die EÜR bis 2014 anzeigen lassen. Also müsste ich – wenn ich das Programm weiter nutzen wollte – mir die Version 2016 anschaffen? Dann kann ich ja sowieso nur erstmal das Jahr 2014 eingeben und abschließen, um zu sehen, wie alles funktioniert. Das schaffe ich nun so schnell nicht und daher hört mein Test hier leider erstmal auf.

Mein Fazit

Man muss sich in die Logik des Programms „reinfummeln“, wenn man kein Experte ist. Ich hatte ja schon mal ein anderes Programm vor ein paar Jahren getestet. Das hatte ich nach kurzer Zeit in die Ecke geschmissen, weil da noch viel mehr von mir verlangt wurde (an steuerlichem Vorwissen wie Buchungskonten). Daher hat Büro Easy bei mir schon mal gepunktet, weil ich (noch) Lust drauf habe, das Programm zu verstehen und richtig zu bedienen. Die Praxis und der „Alltag“ fehlt mir noch. Das kann aber mit der Zeit kommen. Wie bei jedem neuen Programm.

Ich werde für meine Spezialfälle viel im Handbuch lesen müssen, das Forum weiter durchsuchen nach brauchbaren Antworten und nach und nach sicherlich alles schaffen. Günstiger als das Ganze mit einem Steuerberater zu machen, wird es wohl erst nach der Einarbeitungszeit werden – wenn man die eigene Arbeitszeit mitrechnet. Aber auf Dauer ist es sicherlich gut, eine Übersicht über seine Zahlen und Buchungen zu haben, die auch ausgewertet werden können. Die Berichte und Auswertungen dazu sind sehr interessant. Habt Verständnis, dass ich dazu keine Screenshots anfertige.  🙂

Lexware Büro Easy macht es einem wirklich ein bisschen leichter, aber nur bei Standard Fällen ist es intuitiv. Hatte ich mir vorher gedacht, dass es so ist. Daher nicht überraschend für mich, aber es lief besser, als gehofft.

Wie also wirklich ein Abschluss funktioniert, kann ich euch am 15. Februar leider immer noch nicht sagen. Holt euch die kostenlose Testversion und macht euch selber ein Bild, ist mein Ratschlag. Nehmt euch jeden Fall einmal vor, also zuerst die Firma mit allen anlegen, dann einmal eine Rechnung eingeben, diese bezahlen lassen. Einmal eine Lieferantenrechnung durchspielen. Dann wisst ihr fürs erste, ob es passt oder ob nicht.

Disclosure: Für den Aufwand des Software-Tests werde ich bezahlt; meine eigene Meinung zum Produkt, die ich hier darstelle, ist davon aber in keinem Fall beeinflusst.