Ist ein Quiz das Richtige, um ein es auf einem Blog zu publizieren? Ich meine jetzt nicht die simplen Umfragen (1 Frage), die sich meistens in der Sidebar, der rechten Spalte eines Blogs befinden. Schafft man mit einem Quiz einen Mehrwert und Spaß für die Leserinnen und Leser?

Ich habe mein erstes Quiz erstellt und zwar für das Corporate Blog von Lexware „Meine Firma und ich“, für das ich regelmäßig schreibe. Hier meine Gedanken dazu.

Thema des Quiz

Das Thema sollte zu der Leserschaft passen, aber auch die Beobachter aus den Social Networks ansprechen. Es geht ja darum, dass es angeschaut wird, nachdem das Interesse geweckt wurde. Der zweite wichtige Punkt, dass es auch beantwortet und durchgespielt wird. Dass die Leute neugierig sind und Spaß dran haben. Hätte Lexware nun ein Steuerquiz machen sollen? Vielleicht später mal, aber das Format sollte sich ja vielleicht auch erstmal etablieren.

Bisher gab es folgende Quizzes bei Lexware:

Social Media Quiz

Wie baut man ein Quiz auf?

Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe, nachdem das Thema feststand. Folgende Fragen stellten sich:

  1. Welche Zielgruppe möchte ich erreichen?
  2. Welchen Schwierigkeitsgrad strebe ich an?
  3. Soll es seriös und ernsthaft sein oder lustig und unterhaltsam?
  4. Wie viele Fragen stelle ich?
  5. Wie formuliere ich Fragen und Antworten?
  6. Welche Zusatzinformationen gebe ich vorab zur Frage und danach in der Auflösung.
  7. Frage ich Daten (E-Mail) ab für die Zusendung der Auflösung?

Die 1. Frage war sehr einfach zu beantworten. Die Zielgruppe sind natürlich die Leser vom Blog plus die Followerschaft von mir. Schwieriger ist die Einschätzung, welchen Schwierigkeitsgrad ich für diese – sehr gemischte – Zielgruppe anvisiere. Ich entschied mich für ein paar kniffelige Fragen und ansonsten sollten die Fragen an sich einfach sein, aber durch die Formulierung schwieriger werden.

Die Frage nach 3.) lustig oder ernst habe ich mir genau 1 Minute gestellt. Danach fielen mir sofort ein paar witzige Formulierungen ein, die ich einbauen könnte. Also entschied ich mich spontan für unterhaltsam und spaßig. Aber natürlich nicht ohne, dass ich auch Wissen vermitteln oder auffrischen möchte.

Wie viele Fragen? Und was für welche? Punkte 4.-6.: Puh, da habe ich mich ein bisschen an meine persönliche Regel und ans Bauchgefühl „nicht zuviel und nicht zuwenig“ gehalten. Nach 12 Fragen ist einfach genug Zeit investiert (für den Leser) und ich wollte auch nicht zu weit hergeholte Fragen hinzaubern. Es sollte auch in einem Stil bleiben. Wobei ja einige Fragen auch sehr schnell zu beantworten sind (nur eine Antwortmöglichkeit, z. B. „Grumpy Cat“ ohne viel weiteren Text). Die Zusatzfrage 12 fragt ja auch nur die Meinung ab, also eigentlich 11 Fragen. Frage Nummer 12 fließt übrigens immer als „richtig“ ein, so verfälscht sich das Quiz nicht selber. Klar, die Prozentzahlen wären natürlich auch anders, wenn es nur 11 Fragen wären, aber da es kein wissenschaftlicher Test ist, habe ich mir die Freiheit dazu genommen. Das Feedback werde ich mal nach einem Monat oder etwas später auswerten. Daher jetzt noch keine Angaben dazu.

Das Datending – E-Mail abfragen (Punkt 7.) und Auflösung zuschicken – habe ich weg gelassen. Einerseits finde ich das selber doof, wenn da eine E-Mail abgefragt wird und zweitens könnten wir die E-Mail auch zu nichts weiter nutzen. Mehrwert für Quizlöser wäre nur eine Ergebnismail, für uns  (Lexware) gleich Null – um alles korrekt durchzuführen. Dann hätte ich auch noch einen Disclaimer schreiben müssen, das die E-Mail nur für diesen Zweck (Zusendung) verwendet wird, danach vernichtet wird. Bla, blub, … viel zu viel Text, lenkt alles vom Spaßfaktor ab. Vorsichtig, wenn ihr das mal nutzen wolltet, um Adressen zu sammeln! Kommt meistens nicht sehr gut an und wenn schon, dann bitte sehr transparent machen, was ihr mit den Adressen anstellen wollt und nicht einfach jemanden in den Newsletter eintragen, der ein Quiz gemacht hat!

Spaß während der Erstellung des Quiz

Ich muss ja wirklich zugeben, dass ich mich manchmal gekugelt habe, vor Lachen, als ich mir die Fragen ausgedacht habe. Und erst recht bei den Antworten. Natürlich waren da auch echte „Ausschuß-Antworten“ dabei, die aber irre komisch gewesen wären. Die hätten dann aber nicht zur Zielgruppe gepasst oder wären zu sehr um die Ecke gedacht gewesen. Wie auch immer, mir hat es großen Spaß gemacht dieses etwas andere und besondere Quiz auszudenken.

Der bisherige Erfolg (nach nur 2 Tagen!) gibt mir Recht. Die Ratio zwischen bisherigen Aufrufen des Artikels und Durchführen des Quiz liegt zurzeit bei unter 3 Aufrufen zu 1 Quizlöser. Das meint: Mehr als ein Drittel der Besucher hat das Quiz auch bis zu Ende gespielt. Die Dunkelziffer der Abbrecher wird leider nicht erfasst, aber das kann ja an vielen Dingen liegen. Zum Beispiel, dass gerade Mittagspause oder Feierabend war.

Vielleicht versuche ich das mal für die Auto-Diva, da würde ich dann aber noch mit Fotos / Bilder illustrieren wollen. Das gibt das Quiz (was ich jetzt kennen gelernt habe) von vornherein nicht her, aber mit HTML kann man die Bilder auch händisch (mit Quelltext) einbinden. Für mich also kein Problem. Wenn es eine Empfehlung für ein WordPress-Plugin gibt, das das automatisch kann, freue ich mich über Hinweise. Danke!

 

Titelbild: pixabay von stux (Freie kommerzielle Nutzung / Kein Bildnachweis nötig). Vielen Dank, stux!