twitterEine Direct Message (im folgenden DM genannt) ist eingetroffen. Das heißt, Du hast jemanden explizit die Erlaubnis gegeben, Dich direkt und privat zu kontaktieren. Das ist in diesem Fall soviel Wert, als hätten wir mindestens E-Mail-Adressen ausgetauscht, um kommunizieren zu können. Das interessante dabei: wir haben uns diesen Schritt des direkten Daten-Austauschs gespart, indem wir uns auf Twitter gegenseitig die Erlaubnis gegeben haben, private Nachrichten (DM) auszutauschen, in dem wir „nur“ den „Follow-Button“ geklickt haben. Soweit die Basis.

Ich habe gerade mein E-Mail-Postfach sortiert und dabei kam mir der Gedanke zu diesem Blogbeitrag: „Wie gehe ich eigentlich mit Direct Messages um?“ Und noch viel interessanter: wie machen das die „anderen“?

Meine erste Überlegung war, dass ich eine Einordnung vornehme, das heißt, ich schaue mir die DM an und stelle fest, dass einige für mich so wichtig und wertig wie eine E-Mail sind; vom Informationsgehalt, von der Emotionalität, Vereinbarungen, Absprachen, Erinnerungen etc. Diese DM-Benachrichtigungen, die mir in Form einer E-Mail vorliegen, schiebe ich artig in die entsprechenden Ordner (Thunderbird), nach meinem eigenen Ordnungssystem. Das kann sein, dass ein Ordner gemischt mit E-Mails und DM von nur einer Person gefüllt ist, oder ich habe einen Ordner, wo ich alle „schönen und interessanten“ DM von allen, mit denen ich öfter, aber nicht regelmäßig DM austausche gesammelt sind.

Alle anderen DM, wo etwas schnell erledigt ist (Austausch, Info) oder auch die (unerwünschten) „Follow-Thank-You-Auto-DM“ schiebe ich natürlich sofort in den Papierkorb, übertreiben tue ich es ja nicht! Dazu die zweite Beobachtung: wie oft lese ich die schönen DM nach oder recherchiere in den Ablage-Ordnern? Die sehr persönlichen DM (u. a. von meinem Herzallerliebsten) habe ich schon öfter am Wickel und es hat wirklich Freude gemacht, einige nachzulesen. Nun aber keine Details #schmunzel. Die übrigen an sich eher weniger, nur gelegentlich schaue ich mal nach, wenn ich eine Gedankenstütze brauche oder z. B. sehen möchte, zu welchem Zeitpunkt wir kommuniziert haben.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt und die ich an Euch weitergebe: Bin ich jetzt irgendwie piefig mit meinem „Ordnungssystem“ oder einfach nur etwas überordentlich und -strukturiert? Bin ich – in Anlehnung an Panini-Sticker – geradezu „DM-sammelwütig“ oder eine „DM-Messie“, die sich von nichts trennen, nichts wegschmeißen kann? Schmunzelnd und neugierig auf Antworten!