Ein Screenshot! Aus der Bildersuche, weitere Info im Text, wie es geht.

Viele bunte Bilder im Netz. So sieht es der Endverbraucher und Leser. Der Gedanke an Bilderklau geht schneller als man denkt.

Wobei man es ja nie Bilderklau nennen würde. Wieso? „Der hat es doch ins Internet gestellt“. Ich aber sehe es so: Wenn jemand eine Grafik oder ein Foto von mir nutzen möchte und dieses für private Zwecke und ohne Gewinnerzielungsabsicht tut, dann reicht mir die Namensnennung und ein Link zur Ursprungs-Seite. Aber das Fragen vorher gehört dazu.

Ganz anders hat das Hans-Dieter Zimmermann von HD’s Two Cents erlebt. In seinem Artikel zeigt der den „Bilderklau im Netz – eine zufällige Stichprobe“ und ich war doch sehr überrascht. Kommerzielle Newsseiten, Radiosender, Handyprovider … sie alle scheuten sich nicht die Grafik von Hans-Dieter zu benutzen. Das Foto stand unter Creative Commons und ist mit den Eigenschaften der Benutzung AttributionNoncommercialShare Alike versehen.

Die meisten Blogger, die das Foto auch nutzten, haben sogar bei der unkommerziellen Nutzung die Quelle genannt. Aber auch nicht alle. Also ist es immer wieder wichtig darauf hinzuweisen: Fotos aus dem Internet sind nicht frei! Man darf sie manchmal benutzen, aber meistens nur unter besonderen Bedingungen!

Dem Hans-Dieter hätte ich ein ordentliches Honorar gegönnt. Ich hoffe, er hat eine Kostennote an die jeweiligen Verwender geschrieben.

Wie kann ich die Bilderklau-Suche richtig nutzen?

Ich habe da mal einen Screenshot vorbereitet:
Wie geht das?
Geht in Chrome, ab der Version 30.

Einfach auf das Foto (auf einer Website) mit der rechten Maustaste klicken, das Kontextmenü erscheint und „In Google nach diesem Bild suchen“ auswählen.

Es erscheint eine neue Seite.  Probiert es mal aus. Die Ergebnisse dieses Fotos findet Ihr ganz oben im Foto. Jetzt frage ich mich natürlich auch, hätte ich die Fotos schwärzen sollen? Hätte ich jeden fragen sollen, ob ich den Screenshot in dieser Form nutzen darf?

Meine persönliche Meinung (eine Rechtsberatung kann und darf ich nicht geben): zu Dokumentationszwecken und in unkommerziellen Tutorials (wie hier) sollte eine verkleinerte Darstellung (sogenannte Thumbnails) der Vorschaubilder soweit okay sein.  Jedenfalls hätte ich nichts dagegen, wenn meine Fotos in dieser Form irgendwo auf einem Screenshot wären.

Das wäre ja auch immer die grundsätzliche Überlegung: Wie würde ich mich fühlen, wenn mein Foto einfach „benutzt“ wird. Und schon hat man schnell die Antwort und fragt das nächste Mal lieber vor einer Verwendung und denkt an die Quellenangabe.

 

Oh, Update (man sollte die Seite im Browser ruhig mal aktualisieren und durchschauen, bevor man darüber schreibt, räusper):

Bilderklau im Netz – eine weniger zufällige Stichprobe (hier auch ein Hinweis auf ein Tool names Plughunter).