Santorini – eine griechische Insel, von der ich bisher nur mal etwas im Katalog gesehen habe. Auch Griechenland selber war als Reiseland bisher nicht in meiner Foursquare-Liste vertreten. Und auf einmal hieß es #cycladiacalling. Was ist denn Cycladia und wer hat da gerufen?

Ein Auszug aus der Website: „Cycladia’s Promise … All venues, hotels and residences presented in Cycladia are carefully selected, visited by our team of holidays in Greece experts and editors, to make sure they meet the high standards we expect in terms of hospitality, service, quality and authenticity, before we send them an invitation to appear in Cycladia.“ Übrigens hat Cycladia gerade einen Relaunch hinter sich, der der Website sehr gut getan hat!

So, ein Urlaubs-Team prüft also vorher die Locations. Diesmal bestand das Team allerdings erstmalig aus Bloggern, aus uns: Oliver GassnerSilke SchümannGötz A. Primke, Jan TheofelChris Heil, Robert Basic und mir. Vorabgeschickt: ich finde es (auch wenn ich nicht dabei gewesen wäre) eine Riesen-Idee, dass Blogger solche Urlaubslocations beurteilen „dürfen„.

Unsere Anreise mit der Speedferry Seajet: Vorteil: „nur“ 5 Stunden (statt 8), Nachteil: es gibt kein Oberdeck und nur 2 Anlegestationen zwischendrin (5-10 Minuten Pause)


Blättern auf den Websites der Hotels

Ganz ehrlich: als ich mir die Websites der Hotels – vor der Anreise – angeschaut habe, dachte ich mir: „Ja, sehr aussagekräftig sind die Fotos nicht immer, man sieht viel emotionales Zeug, aber nicht, wie es wirklich aussieht. Beispiel: die Zimmer sind nur in den seltensten Fällen richtig zu sehen, da werde ich nochmal auf das Hotel Carpe Diem (als Übernachtungsgast) in einem zweiten Beitrag unter die Lupe nehmen. Tolle gedeckte Tafeln mit Weingläsern, aber wie sieht das Hotel von außen aus? Diese Frage konnte ich mir dann nach dem Aufenthalt gut selber beantworten: man müsste wohl aufs Meer hinaus fahren, um das Hotel in Gänze aufs Foto zu kriegen. Die Hotels sind teilweise von der Straße aus gar nicht zu erkennen, man kann also schon mal schnell daran vorbeifahren, wenn man einen Mietwagen hat. Das beste Beispiel dafür war das Petitpalace.gr. Das Foto auf der Startseite lügt nicht: es ist wirklich nur ein Portal zu sehen, das Hotel liegt darunter, in Lavastein „gemeißelt“. Und dann kommen – siehe mein Titel: Treppen! Dafür hat man aber (fast) immer die Aussicht aufs Meer, da die Hotels terrassenförmig angelegt sind.

Hier mal ein paar Fotos zur Auflockerung: Sonnenuntergang, Ausflug ins Museum und auf den höchsten Berg, Straßenfotos und unser Cocktail-Sundowner im Hotel San Antonio. Ach, nee, dort war das Abendessen danach, der Cocktail war im La Maltese.

Hier (darunter) das Sunrocks (Link geht auf die Poolansicht), nur mal zum Vergleich, was ich schon ansprach, leider wenig aussagekräftig in den Fotos. Ich habe dagegen versucht so viel wie möglich einzufangen, aber die Terrassenbauten mit den vielen Treppen (da haben wir sie wieder!) konnte ich einfach nicht mit meiner Kamera bändigen. Aber Ihr seht doch schon viel mehr, wie klasse der Pool und die Aussicht sind, oder?

Essen kann man im Sunrocks übrigens hervorragend. Wir waren am Sonntag Abend der Reise eingeladen, ein Feinschmecker-Menü zu genießen. Ich muss sagen, es war kreativ gestaltet und lecker. Da ich sowieso kein Freund von Riesenportionen bin, kam ich voll auf meine Kosten … es war übrigens nicht ein einziger Pommes und kein Stück Gyros oder Suflaki dabei! 😉


Spa-Urlaub wäre eine Idee gewesen …

aber wir konnten uns – aus Zeitmangel – leider nur die Einrichtungen anschauen. War so ein bisschen wie die Nase von außen an der Bäckerei plattdrücken, den Kuchen erschnuppern, aber nicht essen dürfen. Wie dem auch sei. Zur Info: fast jedes gehobene Hotel hat einen Wellnessbereich, mal größer, mal kleiner. Stellvertretend für die ganzen Spa-Bereiche habe ich ein paar Fotos vom Notos Spa gemacht. Dies kann man nur zusammen mit den Anwendungen buchen, quasi ein „Zwangs-Spa“. 😉


Eine Bootsfahrt, die ist lustig …

und die haben wir auch mitgemacht. Caldera Yachting war unser Gastgeber. Wir haben die „kurze“ Tour gemacht, so hatte ich wenig Zeit, mich an den Kapitän heranzupirschen und sein Vertrauen zu gewinnen. So lange hatte ich kein Steuer mehr in der Hand gehabt, da wir an Land immer mit einem Shuttle oder mit Mietwagen gefahren worden sind. Erste Entzugserscheinungen machten sich bemerkbar …

Kurz vor dem Ankern, das Mittagessen brutzelte schon in der Bordküche, war es dann soweit. Ich bekam das Vertrauen des Kapitäns geschenkt und  übernahm das Steuer. Endlich wieder ein Rund in den Händen und bestimmen, wo es langgeht. Naja, nicht ganz, denn auf die Instrumente musste ich schon achten und bei der Kursbestimmung war immer noch der kurzzeitig degradierte „Co-Kapitän“ Chef. Aber ich bin eine motorisierte Mega-Kurve zu unserem Ankerplatz mit unserem Katamaran gefahren, das hat schon Laune gemacht. Was mir nur ein bisschen fehlte, waren die Bremsen. Wasser hat keine Balken, wem sage ich das. Ihr wisst Bescheid. Wer nicht Bescheid wusste, war meine „Mannschaft“, die haben erst ganz zum Schluss mitbekommen, dass ich das Ruder in der Hand hatte. Hehe.
Die Crew war übrigens supernett und wir haben es uns echt gut gehen lassen – siehe Fotos. Die gesamte Caldera per Boot zu erkunden und nur gelegentlich von Bord an Land zu gehen, könnte ich mir auch gut vorstellen.

Ich habe nun gerade beschlossen, dass ich einen zweiten Teil schreiben werde, in der die Weinprobe, ein paar leckere Essensfotos und – wie schon oben versprochen – das Hotel Carpe Diem drin vorkommen. Wer bis hierhin gelesen hat, ist wirklich interessiert an Santorini oder hat eben ein paar Zeilen übersprungen.

Apropos überspringen: wenn Ihr (ein paar von den genannten) Websites aufruft, dann schaltet die Lautsprecher AB. Ich gehöre ja zur Fraktion der Musikhasser auf Websites. Daher: es nervt einfach sehr, wenn auf einmal in Tab 23 etwas herumdudelt und man schon wieder zu Tab 9 zurück gegangen ist. Wenn Ihr das jedoch mögt, dann … ist ja gut. 😉

Achso, die Treppen: ja, ich hätte mir bei ein paar Hotels, die wir besucht haben, doch das eine oder andere Mal einen Aufzug gewünscht. Doch die Anbieterfirmen haben das Potential auf Santorini scheinbar noch nicht erkannt, heißer Tipp für alle Aufzugs-Anbieter!  … und ’ne nette Dienstreise wäre es allemal für die Außendienstler. #lach

Foto Kapitänin Nicole: Silke Schümann, www.vivendulies.de, Danke!

Disclosure: Reisekosten/Ausflüge und Restaurantbesuche sind vom Veranstalter Cycladia (teilweise gesponsort von den Hotels+Veranstalter der Events) übernommen worden.