Santorini - Essen, Trinken und Schlafen - die wichtigsten Dinge, oder?Im ersten Teil meines Reiseberichts „Santorini – mit dem Charme der 1000 Stufen #cycladiacalling“ habe ich erzählt, wie wir (die Blogger) dazu gekommen sind, an der Reise teilzunehmen. Einfach mal nachlesen. Ich steige jetzt gleich in die Kategorie Trinken ein. Nein, kein hemmungsloses Herunterkippen von Bier (das ich sowieso nie trinke), sondern eine genussvolle Weinprobe werde ich hier in Fotos zeigen. Aber zuerst der Ort: Pyrgos auf Santorini. Dort habe ich auch das „alternative Reisen“ ausprobiert. Leider ist mir nur ein sehr undeutliches Foto von den drei Eseln gelungen. Auf dem mittleren Transporttier saß ich kurze Zeit später und nachdem der direkte Weg  – über Treppen, da waren sie wieder – zum Hotel vorbei war, rieb ich mir doch den Allerwertesten. Benzinfrei reisen dann doch lieber wieder mit einem E-Auto und einfach die längere Strecke nehmen, die befahrbar ist.

Angekommen beim Zannos Melathron Hotel spürte man die historische Vergangenheit. Und man sah sie auch – anhand der Einrichtung. Lediglich ein kleiner Faux-Pas war mir aufgefallen: das waren die modernen Lampen als Drahtseilgarnitur inmitten der Deckenmalereien. Aber da muss man locker drüber hinwegsehen.  Unser Gastgeber der Weinprobe, ein gebürtiger Schotte, aber gar nicht sparsam an Worten, erzählte uns auf der Terrasse beim Abendlicht so spannend und so viel, dass ich die Hälfte leider nicht behalten habe. In Erinnerung geblieben ist mir, dass Pyrgos der Teil der Lava-Insel ist, der nicht aus Lava besteht, sondern aus  „richtigem Stein“. Wer in ein Grundstück investieren möchte, der wäre hier am besten aufgehoben, der Stein ist „sicher“. Das Hotel besteht aus mehreren Gebäudeteilen und das Gelände ist so groß, dass man entschieden hat, dass die breiteren Wege zwischen den Häusern auch öffentlich zugänglich sind. Vorteil: man hat „mehr natürliches Leben“ um sich herum. Dann war da noch die Tochter des „Schloß/-Burghotel-Erbauers“ mit der großen Nase. Sie war erst unglaublich attraktiv geworden, ihre Nase wurde – für die Männerwelt – zusehends schöner, als der Vater ihr das Anwesen vermachte. Ihr wisst Bescheid, was ich meine …

Zur Weinprobe

In einem gewölbigen Weinkeller fand die Weinprobe statt. Ich habe noch nie eine so amüsante, interessante, eine völlig unernste aber dennoch aufschlussreiche  Weinprobe erlebt. Das oberwichtige Geschnuffel und Getue wurde auf das Nötigste reduziert und gefachsimpelt hat auch hauptsächlich unser Gourmet-Blogger Gourmant Götz … wir „anderen“ haben dennoch sehr fein die Unterschiede herausgeschmeckt – natürlich mit dem nötigen Ernst beim Erkennen und Spaß beim Formulieren, wie und wonach der Wein schmeckt. Eins ist aber klar: man muss den Lavaboden als Heimat der Traube mögen, sonst findet man keinen Gefallen an den – zumeist – trockenen Weinen.

Vielleicht habt Ihr bei den Fotos „dieses Buch“ bemerkt? Es ist ein uralter Schinken, in dem die Geschichte von Santorini erzählt wird – in altem Französisch! Uns zu Ehren wurde das Buch aus der Vitrine geholt. Faszinierend, wie wir digitale Menschen (die Blogger) doch auf altehrwürdiges Papier reagieren. Ein Buch ist eben ein Buch. Als PDF wäre es nur halb so hübsch anzuschauen gewesen. 😉


Endlich wieder Essen

Das war unser „Running Gag“, wir wurden sehr gut versorgt, die Gastfreundlichkeit der Griechen musste von uns nicht auf die Probe gestellt werden, sie war einfach da. Natürlich werden Blogger genau so gut bedient wie die „normalen“ Hotelgäste. Unsere erste Frage – beim Betreten eines Restaurants – war jedoch meistens: „wie lautet der W-LAN Code?“ und nicht „wo ist der Aperitiv?“. Die Frage wurde zumeist positiv beantwortet. Meistens funktionierte es auch wie gewohnt, nur in seltenen Fällen würde für uns der Router auch mal neu gestartet, weil er schlichtweg „hing“. Witzig – und zweiter „Running-Gag“ war das Passwort: es bestand aus der Kombination 5xzweistellige Zahl. Wobei sich die zweistellige Zahl in der Kombination nicht änderte! Beispiel: 29 29 29 29 29. Der nächste Spot hatte dann 35 35 35 35 35 usw. Wir haben uns nie anders eingeloggt, mussten immer nur die zweistellige Zahl erfragen, der Rest war dann logisch …  der Sysadmin auf Santorini hat die Sache wohl gut im Griff, vertrieblich meine ich.

Hier ein paar Fotos von den Menüs, die ersten Fotos sind vom Hotel bzw. Restaurant San Antonio, die zweite Serie aus dem Hotel bzw. Restaurant Sun Rocks:

Die Mittagessen habe ich nicht dokumentiert, aber die waren ebenso schmackhaft und lecker … Uns wurden die einzelnen Gänge des Menues im Sun Rocks mit der Ansage des Obers serviert, Götz hat die Videokamera dabei bedient, so dass jeder Gang dokumentiert ist, siehe hier:

Das war schon der erste Gang nach dem Amuse-Bouche, folglich kam der Hauptgang und in logischer Reihenfolge, jedoch zweimal das Dessert (Parfait) und Dessert 2. Wer uns im Hintergrund auch mal lachen hören will, kann sich ja alle Videos angucken. Aber vorsichtig, das macht Appetit (nicht das Lachen, sondern der Anblick)!

Strand auf Santorini

Strandliebhaber müssen sich die richtigen Ecken aussuchen bzw. sie kennen, um den schwarzen Strand genießen zu können. Ansonsten dominieren doch die Lava-Felsen sehr stark, meistens schaut man aus einer beträchtlichen Höhe (des Hotels oder Restaurants) auf das Meer hinab. Wenn man unnah eines Strandes wohnt, lohnt sich ein Mietwagen. Aber das kann man auf anderen Inseln meistens ebenso empfehlen, ist also nichts ungewöhnliches. Die ersten 5 Fotos sind im Anemos Beach Club und dem direkt anliegenden Strand „Kamari“ aufgenommen. Die anderen Fotos zeigen auch Kamari Beach, aber es war ein anderer Tag und eine andere Stelle, an dem wir einen kurzen Relax-Eiskaffee dort getrunken haben.

Hotel Carpe Diem – die Unterkunft mit vier Sternen

Das war also die großzügige Suite mit eigenem Pool, … aber der Pool war leider ungeheizt … war also nichts für mich als wasserscheuer Mensch, der nur bei größter Hitze in künstliches, gefliestes Gewässer steigt. Die Terrasse hingegen wurde gern von mir genutzt, war hier doch das W-LAN besser als im Kaminbereich – Richtung Bett und Ankleideraum war es nämlich nicht mehr existent. Das liegt – erklärbar – daran, dass auch hier wieder ein in Lava-Fels gehauener Hotelbau vorliegt. Ein paar Repeater mehr – wären natürlich eine Option, ich bin aber nicht mehr dazu gekommen, dies dem Hotel vorzuschlagen.

Anhand der Fotos könnt Ihr Euch ja ein Bild machen, ich gehe mal auf den Service ein: das Hotel war zum Aufenthaltszeitpunkt nicht ausgebucht, daher war es extrem ruhig. Es wurde  – laut Beschreibung – ein 24-Stunden-Service angeboten. Die Rezeption war allerdings – eigene Beobachtung – nicht durchgehend besetzt. Ausprobiert habe ich nicht, um 3 Uhr morgens einen Kellner zu rufen oder etwas zu Essen zu bestellen, da habe ich lieber geschlafen. Was mir bei allen Hotels auffällt: je weniger Personen übernachten, desto unaufmerksamer wird der Service. Obwohl doch eigentlich viel mehr Zeit für jeden Gast da sein sollte?!

Wenn der Service mal wirklich gebraucht wurde – weil beim Frühstück auf der Terrasse drei Dinge fehlten (Milch, Butter, Besteck) – dann war er jedoch sehr höflich, schnell und entschuldigte sich so nett, dass man wieder wohl gestimmt war. Am ersten+zweiten Tag jedoch war das Frühstück perfekt und komplett, das will ich nicht unerwähnt lassen. Naja, wieder eine Einschränkung. Ich bin ja ein Herzhaft-Früstücksmensch. Für mich war etwas zu wenig Wurst und Käse da, dafür zuviel vom Kuchen. Aber man kann es nicht jedem Recht machen. Die dazubestellten Extras (die auch extra berechnet werden) sind dann z. B. Eiergerichte, die auch sehr lecker waren. Achso: einen Frühstücksraum gab es somit nicht, man frühstückt immer auf seiner eigenen Terrasse.

Die Ausstattung in der Suite war schön hell, ein Kaminbereich mit Sofa, ein Tisch mit zwei Stühlen daneben nah am Fenster ein extra Lesesessel, genügend Varianten zum Aufhalten im Wohn-/Schlafbereich waren gegeben. Ich mag ja gern, wenn es großzügig – ohne Zwischenwände – gestaltet ist. Bei einer Honeymoon-Suite macht das Sinn, wenn Kinder ins Spiel kommen würden, dann ist es schon etwas problematischer, weil kein Extra-Zimmer vorhanden ist. Noch zwei Dinge, die – für mich – nicht schlimm, aber erwähnenswert sind: erstens der Fernseher. Viel zu klein und viel zu weit weg vom Bett. Aber wer will in den Flitterwochen schon Fernsehen … 😉
Zweitens der Kühlschrank. Er war gut gefüllt, ohne Frage. Jedoch stand auch der Kühlschrank offen sichtbar im Raum, unter einer gemauerten Anrichte (siehe Foto). Da hätte ich mir doch ein Designer-Stück oder eine entsprechende „Verkleidung“ drumherum gewünscht. Aber das ist nur mein kritisches Design-Auge, was da beleidigt wurde, wohl gefühlt habe ich mich dennoch sehr!

Was gibt es noch zu sagen? Mietwagen würde ich empfehlen, da man vom Carpe Diem (Pyrgos) aus nichts fußläufig erreichen kann. Außerdem würde ich zu Stränden und in die anderen Orte fahren wollen, wenn ich das Urlaubs-Programm selber zusammenstellen würde. Ach ja, wer mit dem Privatjet anreist, der hat den Flughafen – mit guten Augen – sogar in Sichtweite (rechterhand). Es gibt jedoch keine Dauerstarts, man liegt NICHT in der Einflugschneise. Mich persönlich haben die zwei bis drei Flieger, die ich am Tag mit bekommen habe, nicht gestört! Dafür kann man zu zwei Seiten das Meer sehen, etwas weiter weg, da Pyrgos ja auf einem Berg eher im Landesinneren liegt, einen schönen Blick und den Sonnenuntergang kann man so genießen.

Mein Fazit

Santorini hat den Ruf, sehr edel und somit sehr teuer zu sein. Teilweise schlagen die Nebenkosten auch ganz schön in die Geldtasche. Wer also günstigen Urlaub sucht, der sollte sich weiter (woanders in Griechenland) umsehen. Obwohl es sogar einen Campingplatz gibt! Wer auf exklusiven und guten Service Wert legt, der ist hier schon richtig. Die Gastronomen legen Wert darauf, ein besonderes Angebot zu schnüren und zu servieren. Für Honeymooner sicherlich eine gute Sache, denn auf jeder fünften Terrasse habe ich eine Braut gesehen (im übertragenen, übertriebenen Sinne natürlich nur, ich habe nicht wirklich gezählt). Für zwei bis drei Tage lohnt sich die weite Anreise – meines Erachtens – jedoch nicht. Man muss nach Athen und kann von da aus nach Santorini – in der Saison – fliegen. Wir haben jedoch die Fähre genommen, die nochmal netto 5 Stunden unterwegs war.

Das nächste Mal Griechenland – wäre ein Option – wenn die Formel 1 dort angekommen ist. Einen Bericht habe ich sogar auf dem Cycladia-Blog gefunden. Jungs, wenn Ihr das nächste Mal Blogger einladet, dann bitte auf den Circuit, wenn er fertig ist, ich teste dann auch alles, von der Boxengasse bis zum Hotel … 😉

Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und sehr spannend – von den Cycladia-Leuten betreut – über die Insel geführt zu werden. Nicht umsonst habe ich so viele Fotos gemacht – und ich hätte noch mehr machen können, doch manchmal habe ich die Kamera und das iPhone auch einfach stecken lassen, um die spaßigen Momente in der Gruppe oder den Sonnenuntergang mit einem Fruchtcocktail zu genießen.

Disclosure: Reisekosten/Ausflüge und Restaurantbesuche sind vom Veranstalter Cycladia (teilweise gesponsort von den Hotels+Veranstalter der Events) übernommen worden.