WebMontag Frankfurt – das erste Mal als Gast …

WebMontag Frankfurt / Main… dabei zu sein, ist mal etwas anderes. Eigentlich wollte ich schon — bevor wir den WebMontag in Hannover gestartet haben (05.03.2007) —mal in Bremen vorbeischauen, habe es aber nie geschafft.
11 WebMontage in Hannover haben wir “gemeistert”, bis ich endlich in den Genuss kam, auch mal nicht moderierend und organisierend an einem WebMontag teilzunehmen.
Der WebMontag in Frankfurt (#wmfra auf twitter) war jedoch nicht das einzig spannende. Vorher trafen sich einige Menschen, die das BarCamp Frankfurt organisieren und ich durfte dabei sein (als einzige Frau und mit wie immer vorlauter Klappe, habe ich mich etwas einbringen können). Vor allen Dingen haben wir die möglichen Termine koordiniert, damit sich Frankfurt und Hannover nicht überschneiden.

Publikum und BühneSchnell war es 19 Uhr geworden und Darren Cooper,  der Moderator des WebMontag Frankfurt, schritt zu den letzten Vorbereitungen zum Start um 19:30 Uhr. Die Anmeldeliste (140 Zusagen) konnte sich sehen lassen und wieviele Leute wirklich kamen, war nicht mehr zählbar. Eins war aber schnell merkbar: es war kein Sitzplatz mehr frei und die seitlich angebrachten Heizungsverkleidungen wurden zwangsweise zu Sitzmöglichkeiten umfunktioniert. Auch ich saß dort und erlebte einen im doppelten Sinne “heißen WebMontag”.

Inhaltlich könnt Ihr alles bestimmt anderswo besser nachlesen (siehe meine kleine Linkliste unten), ich gehe mal mehr auf den organisatorischen Teil und Ablauf ein.

Gemeinsamkeiten / Unterschiede WebMontag Frankfurt (#wmfra) und Hannover (#webmH):

  • beide WebMontag werden moderiert — nichts außergewöhnliches, doch möchte ich hier Darren ein großes Lob aussprechen, es hat mir sehr gut gefallen, wie er durch den Abend geführt hat (über mich in Hannover müsst IHR Euch selber ein Bild machen, dazu schreibe ich jetzt nix) ;-)
  • #wmfra bot 5 Vorträge (an diesem Abend), #webmH hat meistens 4 — ich denke, die Anzahl ist optimal, so ist meistens für jeden Geschmack etwas dabei und dennoch wird der Abend nicht zu lang
  • #wmfra hat Sitzreihen und kaum Tische, #webmH bietet viele Plätze mit Tischen an — bei der Anzahl an Leuten ist in Frankfurt natürlich nix mehr mit einer parlamentarischen Bestuhlung zu machen. Die Leute essen zwischendurch mit dem Teller auf dem Schoß und twittern meist über Mobilphones. Kleiner Vorteil in Hannover: Netbook und Speisen haben zumeist Platz auf dem Tisch.
  • #wmfra verzichtet auf Pausen zwischen den Vorträgen, #webmH hat Pausen — auch dieser Unterschied ist im Locationaufbau begründet. In Hannover kann man in den Pausen im Raum bleiben (die meisten stehen auf und sprechen mit anderen Leuten als ihren Sitznachbarn) oder gehen ein paar Schritte weiter nach draußen auf die Terrasse (auch zur Raucherpause). Immer schwierig ist es, die Leute, die draußen sind, wieder zum Hineinkommen zu bewegen, wenn sie gerade so gut “networken”.
    Ich habe mir überlegt, dass wir vielleicht nur noch eine Pause nach 2 Vorträgen machen und ich in der Zwischenzeit (Vortragender schließt Notebook an den Beamer an, stellt alles ein) die Zeit mit einem kurzen Thema oder Terminankündigungen oder, oder …  überbrücke.
  • Dauer des Vortrags: 15 Minuten beim #wmfra, strikt kontrolliert von Darren mittels lautstarker Instrumente wie einer Eieruhr oder einem Schellenkonstrukt mit Glöckchen. Ich weiß jetzt nicht, wie lange die Diskussion danach dauern darf, ich hatte irgendwo etwas von 5 Minuten gelesen. Oder sollten die 5 Minuten in den 15 Minuten schon inkludiert sein?
    Wir beim #webmH geben vor, dass der Vortrag 8 Minuten dauern soll, damit wir im Anschluss noch diskutieren können. Meistens kommen wir dann auch auf 15-20 Minuten pro Vortrag.
    Zwei unterschiedliche Arten die Dauer eines Vortrags zu reduzieren mit etwa ähnlichem Ergebnis. Bisher musste ich auch nur einmal einen Vortragenden bremsen, als das Publikum dann doch etwas gelangweilter von einem “über 20-Minüter” war. Meistens zeige ich dezent auf meine Uhr und der Vortragende weiß Bescheid, dass die Zeit um ist.
  • Diskussion nach den Vorträgen: beim #wmfra wurden nicht allzuviele Fragen gestellt (so kam es mir zumindest vor), das liegt meiner Beurteilung daran, dass der Raum im Publikum ziemlich dunkel ist, so dass man den Fragenden geradezu gar nicht sehen kann. Das macht es etwas schwieriger, denn ein Blickkontakt, Gestik, Mimik sind doch teilweise sehr wichtig. Auch die hohe Teilnehmerzahl macht es nicht einfacher. Beim #webmH ist der Raum hell, die Leute können sehr gut sehen, wenn jemand etwas fragt und ggf. steht derjenige auch einfach auf oder stellt sich dorthin, wo man ihn gut sehen und hören kann. U. a. auch gerade dadurch sind schon anregende Diskussionen entstanden.

So, ich schließe mal meine Vergleichsliste,  Anregungen oder Fragen zu Unterschieden sind gern in den Kommentaren gesehen!

Weitere Fotos, Berichte und Blogartikel zum WebMontag Frankfurt #19 findet Ihr hier:


Mein Fazit: wer in der Nähe ist, sollte sich unbedingt den WebMontag Frankfurt anschauen. Wer schon auf einigen BarCamps war, wird auch sicherlich ein paar bekannte Gesichter wiedertreffen — oder einfach ein paar neue Leute kennen lernen.

Ich freue mich auf unseren WebMontag Hannover am 08.02.2010, bitte meldet Euch an und überlegt, ob Ihr auch mal einen Vortrag halten möchtet, bei Fragen dazu stehe ich gern zur Verfügung.



Autor: Nicole Y. Männl Datum: 21. Januar 2010 Thema: Webmontag, Tags: , , ,

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