Der Zeitplan, um 8:30 Uhr zu beginnen, ist (wenn man mal nicht zum Orga-Team gehört) recht illusorisch. Da diesmal die Anfahrt für mich ca. 25 Minuten dauerte, war ich dementsprechend (zu) spät zum Frühstück da. Aber die Herren der Küche, die gerade abräumten, gestatteten mir noch, eine Gabel zu zücken und die Salami für ein Brot vom Rollwagen zu fischen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Verpflegung zu allen angebotenen Mahlzeiten vorbildlich war.

Schnell den Kaffee (der übrigens grausam war, u. a. weil NICHT von sonntagmorgen.com) hinterher gestürzt – und: schon keinen Platz mehr im Raum Hermes bekommen, um die Sessionplanung mit zu erleben. Das war aber auch das einzige Manko bezogen auf die Räumlichkeiten.

Abgesehen davon waren einige Session überfüllt, dies aber nur, weil sich bei der Planung weniger Leute meldeten, als dann teilnahmen.
#note:
vor der Sessionplanung nochmal explizit erwähnen, dass man sich auch zu mehr Sessions melden „darf“, als man besuchen wird. Das erleichtert die Raumplanung, denn lieber 5 leere Stühle als 10 Sitze zu wenig.

Zu der Idee, die Sessions und Pausen im Halbstunden-Rhytmus laufen zu lassen (siehe meine Nachlese zur Session BarCamp), kann ich (mein persönlicher Eindruck) sagen, dass dies nicht funktioniert hat. Teilweise wurden Sessions auch bis zu einer Stunde ausgedehnt. Es war also keine Verbesserung.

Ich würde daher das Berliner Modell – nach dieser Erfahrung – bevorzugen.

#note: Kommunizieren, dass die Session wirklich nur auf eine halbe Stunde ausgelegt ist und dann 15 Minuten zur Diskussion unbedingt bleiben sollten. Es ist übrigens auch nicht „schlimm“, wenn man seine Session pünktlich enden lässt oder sogar die Zeit gar nicht voll ausnutzt, sondern vorher aufhört.

Also kam ich in Hamburg entweder zu Folgesessions zu spät oder musste diese ausfallen lassen. Da müssen wir wirklich alle noch dran arbeiten! #disziplin #hoeflichkeit
Auch eine Mittagspause von einer Stunde würde Sinn machen, da das Zeitfenster zur Nahrungsaufnahme teilweise eng wurde.

Die Themen der angebotenen Sessions waren (für mich) interessant und auch die Firmen, die ihr Produkt vorstellten, hielten sich angenehm mit „Marketing“ zurück, gingen stärker auf die Technik ein und bekamen von uns bereitwillig offenes Feedback.

Absoluter Kult (seitdem) ist die Session Sinn und Unsinn von Katzencontent, die Sven Dietrich gehalten hat. Mein Kompliment zu dieser ausgefallenen Session-Idee, die Sven nun jahrzehntelang im positiven Sinne „nachhängen“ wird. Weitere Sessions werden hoffentlich noch auf BarCamp Hamburg publiziert/dokumentiert.

Nach dem Abendessen wurde noch (fast spontan) eine Session Powerpoint-Karaoke „gespielt“. Ich ließ mich überreden (wie schon auf dem BarCamp Hannover), in der Jury mitzumachen. Zusammen mit Oliver Gassner und Tobias Glawe haben wir die Präsentationen von (gefühlt) etlichen Vorträgen bewertet. Hatten aber viel Spaß dabei.
#note: 5-6 Powerpoint-Karaoke-Vorträge reichen völlig aus, danach wird das Publikum auch ein bisschen müde, wenn nicht eine „Knaller-Session“ nach der anderen folgt.

Gegen zehn Uhr abends (oder sogar später) endete der Abend in den Räumlichkeiten von OTTO und einige konnten es nicht sein lassen und zogen noch in die Hamburger Bars und Kneipen. Ich zog mich zurück und verschob das Lesen des Buchs „Dinge geregelt kriegen“, was am Freitag in meinem Briefkasten lag (siehe twitter „#meingewinn„).

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