Beinahe hätten wir (Fahrgemeinschaft mit Robert Basic und Tom Ruthemann) das BarCamp Braunschweig gar nicht erreicht. Eine Autopanne machte uns fast einen Strich durch die Rechnung bzw. die Ankunft. Glücklicherweise waren wir am Samstag (06.11.2010) rechtzeitig losgefahren und die Autowerkstätten hatten noch offen. Doch die Reparatur schlug fehl, so dass wir auf einen Mietwagen umsteigen mussten und somit erst gegen Mittag eintrudelten. Die Vorstellungsrunde und die erste Session schon mal verpasst, die leckeren Brötchen zum Frühstück aufgefuttert, aber bald sollte das Mittagessen uns(eren Gaumen) verwöhnen.

Das W-LAN funktionierte bestens, in das ich mich als erstes einklinkte, man war also nur limitiert durch die Akkulaufzeit der mobilen Endgeräte, Steckdosen waren jedoch vorhanden, die Orga hat ganze Arbeit geleistet, dass wir uns wohl fühlen konnten. Getwittert wurde wie wild, Hashtag war #barBS2010. Ein wenig ungewöhnlich, frage ich mich doch, warum nicht #bcBS2010 gewählt wurde, aber vielleicht wird meine (unrecherchiert in den Raum geworfene) Frage ja noch beantwortet.
Barcamp Braunschweig 2010 Erste Networking Gespräche ergaben sich in der BarCamp-Lounge, und somit waren die zweiten Sessions auch noch verpasst. Mir war allerdings aufgefallen, dass das Board nicht unbedingt zufriedenstellend ausreichend mit Sessions gefüllt war. Nun könnte ich mir selbst an die Nase fassen, warum ich keine Session gegeben habe, aber zu meiner Entschuldigung war ich noch voll und ganz in den Vorbereitungen zu unserem Experiment „Like or not“ auf dem ConventionCamp gefangen.

Sessions

Um 14:30 Uhr (so spät, denn erst nach dem Mittagessen) ging ich dann in meine (persönlich gezählte) erste Session mit dem Thema

„Kann Social Media auch für B2B Unternehmen interessant sein? Wie kann die Einführungsstrategie aussehen?“

von Bianca Gade, @netmedianer. Nun, der Titel klang interessant, doch irgendwie kam das Ganze nicht so recht in die Gänge, die Beiträge aus dem Publikum waren teilweise auf B2C bezogen, das musste erstmal gerade gerückt werden. Definitionen wurden diskutiert, die Frage gestellt, ob ein Firmen-Wiki schon Social Media sei und so weiter. Die Meinungen gingen also weit auseinander, es wurde sich verzettelt, Glaubens-Diskussionen einberufen und schließlich war die Zeit auch schon um.

In einer Pause danach habe ich mich mit Bianca über die Session unterhalten, habe ihr noch Feedback gegeben, sie motiviert bzw. bestärkt, das Thema noch einmal anders anzugehen und noch mehr Moderation einzusetzen, damit der Austausch zielführender wird.  Bianca war sehr erfreut, so offenes und direktes Feedback zu bekommen und hat sich noch in der Nacht zu Sonntag, dem zweiten BarCamp Tag, hingesetzt und eine neue Session vorbereitet. Hut ab! Ebenso hat sie berücksichtigt, erstmal Begrifflichkeiten definitorisch „festzulegen“. Leider war ich am Sonntag nicht mehr da, so dass ich hier nur auf ihren Blogbeitrag verlinken kann: BarCamp Braunschweig 2010 und “meine” Kommunikation zu B2B.

Da habe ich bestimmt etwas verpasst, wäre gern dabei gewesen.

Company Camps — Wie, Warum, Erfahrungen

von Markus Kucborski. Leider sind keine Slides oder gar ein Blogbeitrag verfügbar, so dass ich nur kurz aus der Erinnerung schreibe, was Markus über Company Camps bei Vodafone gesprochen hat. Zwei CCs haben stattgefunden und aus der ersten Veranstaltung hat man viel gelernt. Anders als bei BarCamps werden Speaker mit ihren Vorträgen vorher „gebucht“, also alles festgelegt, ja die geplant aktiven Teilnehmer/innen sogar extra gebrieft, wenn sie das BarCamp-Prinzip noch nicht kennen. So ist kein Vortragender überrascht, wenn Zwischenfragen erwünscht sind, er/sie kann bzw. sollte sogar die Zuhörer so mit einbeziehen, dass ein Dialog entsteht.

Wie bekommt man die Firmenmitarbeiter dazu, sich anzumelden, die Veranstaltung reizvoll zu gestalten, dass die Leute sogar ihre Freizeit „opfern“, dass vielleicht ein begehrliches knappes Gut (Nachfrage) entsteht? Man legt die Veranstaltung auf 17 Uhr (eine Stunde vor Arbeitsende), dann ist keine Lücke zwischen Arbeitstag und Feierabend, die einen die Füße hochlegen lässt. Erfreut hat Markus festgestellt, dass sich nur wenige Leute während der Vorträge auf dem Company Camp mit anderen Dingen beschäftigen oder Pause machen. So gut wie alle waren in spannenden Diskussionen „gefangen“ und beteiligten sich überdurchschnittlich.

Auch ein Praktikant wurde mit wichtigen Aufgaben während des Company Camps betraut, was ihn sehr ehrte und somit auch den Ehrgeiz weckte, es möglichst gut bis perfekt zu gestalten. Der Titel „Praktikant“, der meistens suggeriert, dass derjenige ans Händchen genommen werden muss, nichts allein hinbekommt, verschwamm und er erklomm die „Augenhöhe“ mit allen Teilnehmern. Videos wurden erstellt, was immer eine schöne Dokumentation und auch eine Möglichkeit ist, weitere Verbesserungen (im Nachhinein) zu eruieren oder um zu sehen, dass doch alles „gut“ war. Weitere Details müsste ich jetzt bei Markus noch mal nachfragen, er hat uns auf dem BarCamp ganz schön viel Info gegeben, gleichzeitig auch viele Fotos gezeigt, die uns einen Eindruck vermittelt haben, was für eine Stimmung herrschte.

Das Know-How, was Markus sich für die Organisation eines Company Camps angeeignet hat, besteht zu einem großen Teil aus den Erfahrungen eigener BarCamp-Besuche. Warum es für Firmen so wichtig ist, zuerst BarCamps zu besuchen (bevor man selber an so ein Format firmenintern herangeht), lest Ihr auch im Interview mit David von Honda auf dem BarCamp Hamburg und weiterführende Gedanken dazu bei Robert Firmen & Barcamps: Ahnungslos oder verantwortungslos?

How to Start A Blog? Jumpstart, Vorbereitungen, Ausführung, erste vier Wochen

von Robert Basic, keine Doku bisher dazu vorhanden. Habe gerade in seinem Blog gewühlt, doch nichts 100% adäquates gefunden (sonst mal unter „blogs“ suchen, da ist viel Info!), denn Robert hat das Format speziell darauf ausgerichtet, was ein Newcomer-Blog in den ersten vier Wochen tun soll, das sich mit Computerviren beschäftigt. Linda Konter von bitdefender hat im zweiten Teil Feedback dazu gegeben, wie sich bitdefender verhalten würde, wenn ein/e Blogger/in anfragen würde, um Informationen + Aufnahme in den Presseverteiler, Unterstützung bei Verlosungen (Lizenzen)  bitten würde etc. Das Unternehmen bitdefender wäre entzückt, wenn sich interessierte Menschen melden würden (Achtung, das ist ein Tipp!) und Interesse hätten, Informationen über Viren etc. in die Blogosphäre zu peitschen.

Schlussendlich hat Linda kurz ihre Pläne vorgestellt, dass sie auch plane, ein Business-Blog derart zu starten; ich glaube, sie hat durch die Session und auch durch unser reichhaltiges Feedback guten Input bekommen. Auch hier wieder das Lob, dass bitfender frühzeitig verstanden hat, wie wichtig es ist, geeignete Mitarbeiter/innen auf BarCamps zu schicken. So werden diese Personen wahrgenommen, als Experten verstanden, die jederzeit unkompliziert ansprechbar sind und ohne jegliches Marketing-Blah werden auch Produkte / Dienstleistungen wahr genommen und gehören bestenfalls dann auch zu Gesprächsinhalten oder finden – wie hier – im Blogbeitrag Erwähnung.

Das Ende des ersten Tages kam schnell — Kurzweilig war’s!

Nun seid froh, dass ich den zweiten Tag nicht auch da war, sonst wäre dieser Beitrag doppelt so lang geworden … 😉 Hier noch ein paar weitere Stimmen aus der BarCamp-Gemeinde:

Und zum Schluss der Dank an die Orga, alle Sponsoren, helfenden Hände und an diejenigen, die über das BarCamp Braunschweig auch gebloggt haben. Schreibt gern, wenn ich Euren Bericht nicht gefunden habe, den Link in die Kommentare.