Wiko (Hersteller) ist sehr erfolgreich auf dem französischen Smartphone-Markt. Nun versucht Wiko auch in Deutschland Fuß zu fassen. Zeit, um das Wiko Darkside mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wiko Darkside
Den Lieferumfang sieht man im ersten Foto. Eingepackt in einer wertigen Kunststoff-Box kommt das Darkside daher. Die Box kann man gut weiterverwenden (im Gegensatz zu manch anderen Umverpackungen aus Karton). Beim Herausnehmen fiel mir auf, dass die innere Verpackung keinerlei Schutz für die Rückseite (Aluminium) des Gerätes bietet. In der nicht ausgekleideten Kunststoffaufnahme, die das Zubehör abdeckt, hat es wohl ein paar minimale Kratzer abbekommen. Wer da empfindlich ist, könnte sich ein bisschen ärgern, … da empfehle ich Wiko wirklich, dass auch eine Folie für die Rückseite des Smartphones angebracht wird. Das würde schon helfen!

Lieferumfang
Enthalten sind das Ladekabel, das über einen USB-Anschluss in den Steckdosen-Anschluss gesteckt wird. Dazu In-Ear-Headphones (Kopfhörer) und im kleinen Tütchen sind keine Gummibärchen, sondern Ersatz-Stöpsel!

Die Anleitung ist recht knapp gehalten, aber wer sich mit Android als Smartphone-Betriebssystem nicht auskennt, sollte sich die wichtigsten Funktionen zeigen lassen oder ein Handbuch über Android zu Rate ziehen. Die installierte Version ist das Android 4.2.1 Jelly Bean. Etwas schade, denn das ist der Software-Stand von Ende November 2012. Ich bin gespannt, ob ich ein Update machen kann, das habe ich nämlich noch nicht untersucht in der Kürze der Zeit des Testens. Seit 3 Tagen ist sogar noch eine weitere Version (4.3.1) aktuell erhältlich. Dass diese nicht installiert ist, kann ich verstehen.

Optik und Oberflächen
Schlicht ist das Darkside, das gefällt mir. Zudem ist es groooß! Ein 5,7“ HD Display mit Gorilla Glass. Affig? Weit gefehlt. Das spezielle Glas ist noch kratzfester, haltbarer und dennoch sehr dünn und für Touch-Displays sehr gut geeignet. Die Front ist weiß, bis an den total dünnen Rand ist alles verglast und es hat eine Frontkamera (5 Megapixel). Die Rückseite ist eine Aluminium-Schale in drei Teilen. Die Kamera auf der Rückseite (12 Megapixel) ist sehr weit oben in der Ecke eingebaut und so manches Mal hatte ich bei Querformat-Aufnahmen meinen linken Zeigefinger fast im Bild gehabt. Wenn man sich konzentriert und den Finger wieder wegnimmt, dann macht die Kamera auch ganz hübsche Aufnahmen, ich habe weiter unten eine Galerie eingebunden von einem Stadtbummel.Wiko Darkside
Das Wiko Darkside wurde mir ohne Vertrag zum Testen geliefert. Doch wo kommt die SIM-Card hin? Besser gesagt die SIM-Karten? Das Darkside verfügt nämlich über innere Werte mit Platz für 2! Dual-SIM ist das Zauberwort, was viele Smartphone-Nutzer freuen wird. Das Zweit-Handy mit dem günstigen Telefonier-Tarif und das Erst-Handy mit der Surf-Flatrate – das muss nun nicht mehr sein. Das Darkside nimmt beide SIM auf. Wer bisher schon mit einer Micro-SIM gearbeitet hat, möchte sich jedoch einen Adapter zulegen, denn der Platz jeweils ist für eine „normal große SIM“ vorgesehen.

Usability und Umgang (Handling)
Zum Einsetzen der SIM-Cards muss man dem Reflex widerstehen, den unteren Teil zu öffnen. Der lässt sich nicht aufmachen. Erst ein Blick ins Handbuch macht klar, dass der sensible Bereich, wo sich die Kameralinse auch befindet, der SIM-Card-Halter ist. Und nun aufgepasst auf die schönen Fingernägel, genau in dieser Ecke habe ich mir den Nagellack ruiniert. Zum Glück macht man das nicht täglich, aber ich hatte wirklich Angst, dass ich die dünne Klappe mit ihren kleinen Halterchen beim brutalen Öffnen kaputt breche. Es hat alles gehalten, ging auch wieder zu, aber schön war das nicht.

Wiko Darkside TastaturDas Handling ansonsten? Es ist groooß. Ich habe nun wirklich schon große Hände mit langen Fingern, aber die Einhand-Bedienung gelingt mir nur, wenn ich (sitzend!) das Darkside im Bauchbereich abstütze. Stehend brauche ich zwei Hände zur Bedienung. Fast schon wie bei einem Tablet. Aber ich mag große Displays und nehme diesen kleinen „Nachteil“ daher auch gern in Kauf.

Das Vibrieren (Feedback) beim Eingeben (jeder Buchstabe und jede App beim Aufrufen) mit jeder Berührung des Screens ist lästig. Es hört sich blechern an, fühlt sich nicht angenehm an.

Ausstellen kann man es in den Einstellungen (siehe Screenshot). Jedoch bleiben die Tasten auf dem Cover (Menü, Home, + Zurück) mit dem Vibrations-Feedback weiterhin belegt. Man gewöhnt sich daran, irgendwann.

 

Akku: Laden und Laufzeit
Wiko Darkside AkkuErstaunlich lange, bei diesem großen Display. Also die Laufzeit. Allerdings war ich an diesem Tag auch nicht viel unterwegs und habe das Wiko Darkside nur „gelegentlich“ benutzt. Das Aufladen (mit 15% Restleistung) war in knapp drei Stunden wieder auf 100% erledigt. Wie man schön an der Kurve sieht, „hält“ das Darkside erst ziemlich gut den Akkustand oben und geht zum Schluss rapide bergab. Einen normalen Arbeitstag übersteht es sicherlich sehr gut – und ich meine den Arbeitstag als Freiberuflerin mit viel Facebook, Twitter, Google+, E-Mail und Foto sowie Video-Nutzung.

Leistung und Fazit
Das Darkside verfügt über einen Quadcore Prozessor, ist also recht fix, finde ich. Da ich mich mit Android gut auskenne, bin ich sofort sehr gut mit dem Gerät klar gekommen. Das einzige, was ich suchte, war die Screenshot-Funktion. Nach kurzem Googeln war auch diese Hürde erklommen: mit der Anleitung: „die Tasten „Leiser“ und „Power“ gleichzeitig lange drücken“.

Der Power-Knopf, also die Position gefällt mir hingegen nicht, denn hier muss ich mich sehr umgewöhnen, dass dieser nicht oben rechts angebracht ist. Da greife ich immer noch manchmal hin. Und damit greife ich ins Leere. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist jedoch ok, denn mit zurzeit um die 300,- Euro kann man es z. B. vertragsfrei bei Amazon kaufen.

Wichtig ist noch der Hinweis auf die originale Facebook-Page von Wiko, denn dort finden wohl auch gelegentlich ein paar Gewinnspiele statt. Dieses ist die richtige, fallt bitte nicht auf eventuelle andere Fake-Seiten rein!

Wiko Darkside ein Gewinner? Auf jeden Fall wegen der Dual-SIM, die anderen Kritikpunkte, da muss man überlegen, ob man damit gut zurecht kommt. Bei meinem kurzen Test habe ich alles mögliche, was mir auffiel, erwähnt. Interessant wäre sicherlich meine Meinung nach 2 Monaten Dauernutzung. Wenn ich daran denke, dann ergänze ich das Fazit noch. Wenn ich es vergessen sollte, erinnert mich einfach dran.  🙂
Aktuell rangiert es bei mir mit einer 2 Minus im Schulnoten-System – und ich bin streng!

Hier mein versprochener Stadtbummel in Galerie-Form. Ich habe die Fotos nicht bearbeitet, lediglich verkleinert (Pixelgröße) und auf 60% JPG-Komprimierung skalieren lassen.

P.S. Transparenz: Da das Gerät richtig zum Einsatz und zur Benutzung kommen soll, darf ich es auch nach dem Test behalten. Das beeinflusst mein ehrliches Review in keinster Weise.

 

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