UPDATE:
Telefonat mit Ibo Evsan über fliplife und die Entwicklungen:

fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben istIbo Evsan hat sich bei mir telefonisch gemeldet! Dafür vielen Dank, Ibo. Auch für die spannenden Ausblicke in fliplife, die Du mir vorab inoffiziell schon mal skizziert hast. Wow, ich bin baff, muss ich sagen, da kommen wirklich mal spannende Zeiten auf uns zu. In einem halben Jahr wird fliplife sich sehr stark weiter entwickelt haben. Die Entwickler arbeiten wie verrückt, dass das alles programmiert wird, das Konzept steht. Hochspannung im Hause fliplife, aber es wird sich lohnen, denke ich nach unserem Gespräch.

Ich habe versprochen, nicht alles zu verraten, daran halte ich mich, aber einen kleinen grob skizzierten Ausblick darf ich geben:

Die Kommunikation der flipflife-Nutzer untereinander soll auf jeden Fall ausgebaut werden und innerhalb der Abteilungen gestärkt werden. Daher auch der erste Wurf, die Idee, die großen 5-er Projekte als 3-er in die Abteilungen zu ziehen. Okay, ich bin davon immer noch nicht 100%ig überzeugt, die anderen wegzulassen, aber ich stimme Ibo auf jeden Fall zu, dass die Kommunikation innerhalb der Abteilungen gestärkt werden muss, wo diese verbesserungswürdig ist. Die Nutzer werden weiterhin und in Zukunft noch mehr kommunizieren.
Stand heute: schade, dass dieser Schritt (bezogen auf die Projekte) nötig ist, aber
Stand Morgen: es wird sich lohnen, so wie ich es verstanden habe.

Neuerungen zu den Projekten: ein Projekt wird nicht länger nur ein „Klick-and-Finish“ sein. Module und Multimedia als Stichworte, die meine Phantasie beflügeln. DAS wird interessant. Auch hier warte ich auf Screens von Ibo, ich hoffe in ein paar Wochen/wenigen Monaten ist es soweit, dass ich darüber mehr berichten kann.

Dann deute ich mal an: fliplife wird uns eine Menge „erzählen“ können in der Zukunft. Da lasst Euch dann bitte überraschen, sobald ich die ersten Screens von Ibo bekomme, werde ich sie Euch zur Verfügung stellen.

Also: Veränderungen bei fliplife, was haben Ibo und sein Team nun „gelernt“? Auf jeden Fall, dass man dem Nutzer erklären muss, warum eine Veränderung notwendig sein kann oder sogar gemacht werden muss. Der Nutzer sieht den aktuellen Stand, er sieht ja nicht, wohin das Ganze gehen soll. Austausch und Kommunikation untereinander stehen also noch mehr im Vordergrund, was fliplife mit seinem neuen Gesprächsangebot/Forum unterstützen möchte.

Mein Gesprächsfazit:
als ich ein wenig mehr hinter die Kulissen und die strategische Ausrichtung schauen durfte, habe ich sofort verstanden, wo die Reise hingeht.  Ich werde weiter berichten, denn fliplife, zusammen mit den Firmenpartnern Daimler, Bayer, und Klett werden sehr innovativ für die Weiterentwicklung des Social Gamings sorgen.

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fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben istMein dritter Artikel über fliplife. Eigentlich der ungeplante Vierte, denn es liegt noch ein Entwurf in meinem Blog, aber der wäre eher allgemein resümierend und sollte eigentlich schon vor ein paar Tagen erscheinen. Die Zusammenfassung muss ich umschreiben, da sich einiges verändert hat. Was, das beschreibe ich hier.

Doch für die Nicht-Fliplife-Spieler eine kurze Zusammenfassung der Vorgänge, die auch für Nicht-Gamer sehr interessant sind, finde ich. Vorab: fliplife hat es geschafft, einer Spieler-Community eine Basis/Plattform zu liefern. Das liegt aber nicht nur an der Technik, sondern an den Spielern selber. Gerade kommunikationsstarke Teamplayer finden hier Spaß dran, mitzuspielen.
Obwohl fliplife diverse Wünsche nach noch mehr Kommunikation strikt verweigert. Keine Tauschbörsen einrichtet, einen allgemeinen Spielchat nicht erlaubt und so weiter. Der Spieler lebt damit und sucht sich Kommunikationsnischen in Projekten selber, im Abteilungschat, auf der Pinnwand von anderen Nutzern oder in der privaten Nachricht.

Wenn User-Games am User/Gamer vorbei konzipieren und nicht richtig kommunizieren

fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben istEs ist kein Geheimnis, dass die Spieler/innen bisher mit einigen Dingen unzufrieden waren, dass das Support-Forum recht gut mit mehr oder weniger konstruktiven Beiträgen aber auch Schimpftiraden gefüllt ist. Gaming ist emotional, nur so kann man sich die teils heftigen Reaktionen erklären.

In Bildern: Nimm mal einem Kleinkind das Spielzeug weg und halte es in Sichtweite hin, gib es nicht wieder zurück … warte auf die Reaktion. Ich übertreibe, um deutlich zu machen, doch nun ist mit der nächsten Ankündigung des Updates etwas passiert, was darüber hinaus geht:

Die Spielstruktur sollte völlig umgestellt werden. Das heißt, dass „große Teamprojekte“ (5 Personen) gestrichen (!) werden sollten und STATTDESSEN „mittlere
Abteilungsprojekte“ (3 Personen) nur noch intern gespielt werden können. Und noch ein paar andere Dinge. Teilweise mit haarsträubenden Konsequenzen für die Abteilungen und Nutzer. Für die „Outsider“ zum Nachlesen Screenshots aus den fliplife-Foren.

Protest Live und in Farbe – Lila war die Wahl

fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben istWer diese grandiose Idee „Purple-for-Protest“ hatte, habe ich leider nicht mitbekommen, aber ein „Meme“ und Protest-Zeig-Motto war die komplette Neugestaltung der eigenen Spielfigur. Von den Haarspitzen bis zur Anorak-Kordel, alles war in Lila getaucht, so weit das Auge reichte. Nur wenige machten nicht mit. MAN war sich einig, die neuen Spielregeln, die mit dem Update eingeführt werden sollten, waren so nicht zu akzeptieren.

Support und Geschäftsleitung von fliplife reagierten erst nicht und danach verkehrt

fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben istWie bekommt man den Nutzer so richtig sauer? Kennen wir aus Facebook, von diversen Firmenpages:

  • – Beiträge ignorieren
  • – Beiträge löschen
  • – User sperren

Das Programm hat fliplife also durchexerxiert, bis dann schließlich einige Nutzer auf die Idee kamen:

Gehen wir dahin, wo es weh tut, zum Kunden

Wo geht es hin? Natürlich zu einem socialmedia- und webaffinen Geschäftspartner. Bayer war es nicht, sondern man „fuhr“ zu Daimler. Einfach mal auf das Daimler-Blog zum Gastbeitrag von Ibo Evsan vom 30.11.2011: Social-Games: digitale Erlebniswelten fliplife gehen und die Kommentare dort mit Informationen befüllen. Im Kommentarthread #10 ging es dann los. Ich zitiere den anonymen Kommentator:
Ich empfehle allen Firmen die mit UP zusammenarbeiten die zusammenarbeit sofort aufzulösen….Ihr schadet nur euren unternehmen damit…

Die Art und Weise bzw. Formulierung empfinde ich als ein wenig unpassend, doch waren die „Waffen“ gut gewählt. Weder Daimler konnte nun löschen oder beschwichtigen, noch fliplife mit Ibo durfte dieses ohne Rücksprache mit dem Kunden einfach abtun.

Uwe Knaus, ganz „Profi“ reagierte angemessen der Situation mit der Antwort: „vielen Dank für den Hinweis! Ich nehme Kontakt zu Ibo Evsan auf und werde klären, wie wir unsere Kundenpolitik und die von fliplife in Einklang bringen können. Ich bin mir sicher, es wird sich eine Lösung finden.
Kommunikationsavis Gallore!
Danach kommt noch ein sehr guter sachlicher Kommentar, lest den auch bitte durch. Der Kommentator erläutert, wie er als gut zahlender Kunde von fliplife die Sache sieht. Sehr aufschlussreich.

Übrigens zeigt dieses Beispiel sehr deutlich, dass viel nicht viel hilft. Wie es sonst auf vielen Facebook-Pages passiert. Da wird gepöbelt, da wird gebashed, der Shitstorm breitet sich aus. Von alledem hier (auf dem Daimler-Blog): nichts! Funktioniert auch, muss der Verbraucher noch lernen!

Gerade im Social Gaming muss man social sein

Das hört bei der Kommunikation nicht auf. Keiner der Nutzer braucht fliplife wirklich zum Leben, man kann drauf verzichten, einige haben auch gleich ihren Account gelöscht. Selbstverständlich hat fliplife durch das Spiel erst viele Menschen in Kontakt gebracht. Sie hängen teilweise sehr an den Spielvorgängen und der Interaktion mit anderen Menschen in fliplife. Aber das allein reicht nicht, um unverständliche Änderungen oder Änderungen, die offensichtlich der Umsatzsteigerung dienen, zu akzeptieren!

fliplife braucht aber seine Nutzer und die Kunden wie Daimler, Bayer, Klett und so weiter. Man kann sich nicht als Beta immer wieder hinstellen, sagen, man wäre nur Beta, daher setzt man dem Nutzer die Updates einfach so vor und der Nutzer wird die Kröte schon schlucken. Weit gefehlt.

Die Leidensfähigkeit bei Nutzern ist nicht unbegrenzt. Wer überzieht, der wird auch auf den Pott gesetzt. So sehr, dass fliplife  jetzt – zwar sehr, sehr spät reagiert hat und das Update ausgesetzt hat. Die Ankündigung von besseren Kommunikationswegen inklusive. Doch warum muss es immer so weit kommen, frage ich mich?

fliplife - wenn der Protest gegen unsinnige Updates lilafarben ist

Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschlag

Es ist nicht besonders pfiffig, wenn Elemente in einem Spiel komplett durch etwas anderes ersetzt werden.

Warum hat fliplife nicht einfach ausprobiert, wie es wäre, ein komplett neues Projekt (mit 3 Personen) hinzuzufügen? Das hätte fliplife sehr elegant anküdigen, anbieten und charmant testen lassen können!

 

Die Nutzer wirklich ernst nehmen und zuhören

Social Games könnten sooo schön sein, wenn nur die Nutzer nicht wären … das ist mehr als ein spaßiger Spruch. Wenn sich fliplife darauf verlässt, dass die Viralität (besonders beim Start aber auch später) durch Nutzer vorangetragen wird, Nutzer weitere Nutzer bringen, dass sie für etwas zahlen (oh ja, fliplife kann auch teuer werden). Wenn fliplife sich wirklich als Social Game präsentieren möchte, dann muss die Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Nutzer erfolgen.

Könnte sein, dass fliplife nun endlich gelernt hat, den Nutzer ernster zu nehmen und demnächst zuzuhören. Avisiert ist dieses im Forum. Alles andere – das wirklich offene Ohr – muss fliplife erst noch beweisen.

Ohne begeisterte und zum großen Teil zahlende Nutzer = kein fliplife! <-  Habe gerade gehört, das hört sich zu hart an, soooo war es gar nicht gemeint!

Update:
Die Begeisterung für fliplife sehe ich weiterhin, denn die Reaktionen der Nutzer, die ich im Forum gerade nachgelesen habe, zeigen, dass die Leute sich freuen, wenn fliplife sich weiter entwickelt und die Entwicklung mit den Nutzern abgestimmt wird.