Google Streetview - der Anfang von Second Life, nein: Third Life?Wofür ist dieses Streetview eigentlich gut? Was kann man damit anfangen?

Durch die Straßen zu navigieren ist ganz nett, verliert aber spätestens seinen Reiz, wenn man sein Wohnhaus, das Bürogebäude und die Aufenthaltsorte von Freunden durch hat. Zur Vorbereitung auf eine Reise ist es auch ganz schön und hilfreich oder wenn man sich etwas angucken möchte, wo man aus vielerlei Gründen nicht hinreisen kann. Eben gerade habe ich im Offline-Spiegel Nr. 45 geblättert und nachgelesen, wie sich das Ganze weiter entwickeln wird.

Klar, als erstes wird die Technik verfeinert, es werden Punkte (Gebäude, Straßen etc.) vermessen, damit die Relationen stimmen und ein Raummodell in 3D entstehen kann. Mich persönlich stört das ruckelige in Google Streetview auch noch sehr. Und irgendwann landet man immer im Nichts, nämlich in Fußgängerzonen, wo das Google Streetview Auto nicht reingefahren ist (in Hannover ist es mir als erstes aufgefallen).

Nun meine Gedanken zur Verfeinerung von Google Streetview

Google Streetview - der Anfang von Second Life, nein: Third Life?Wenn man dann die Umgebung draußen abgeklappert hat, geht es an die Innenräume. So gibt es schon einige Museen, die man betreten kann, sich die Kunstwerke anschauen kann. Warum nicht eine richtige „virtuelle Führung“ anbieten? Wenn möglich natürlich mit Interaktion, der Phantasie ist keine Grenze gesetzt, die Umsetzung wird allerdings noch etwas dauern. Kann ich jetzt schon in Videos bestimmte Optionen wählen (ich entscheide, wie geht der Film weiter etc.), so wird diese Technik eine Möglichkeit darstellen können, dieses im Streetview, ach, nee, es müsste dann ja heißen Houseview, zu integrieren. Warum sich nicht mit ein paar Menschen aus Twitter und Facebook treffen und gemeinsam virtuell durch das Museum gehen? Ein Chat dazu wäre natürlich obligat.

Man könnte das ganze natürlich auch noch weiter spinnen, meine Gedanken formen gerade wilde Szenarien … wir haben unser Real Life, okay, wir haben unser Second Life (Twitter, Facebook, Blogs etc. oder eben schon im „Second Life“-Spiel).

Wie interessant (und in die Zukunft gedacht) wäre ein Third Life?

Wir könnten unsere Second Life Dinge wie oben genannt, plus Foursquare oder andere LocationBasedServices, unsere Qype-Einträge, Daten von Event-Portalen und, und, und … in Google Street View einbringen. Dazu noch unseren Avatar aus Second Life durch Third Life durch die Straßen wandern lassen. Ansätze gibt es dazu schon, aber in der realen Welt mit einem „Real-Avatar“ virtuell durch die Gegend laufen zu können, das hätte schon etwas.

Geschäftsmodelle schließen sich daran nahtlos an. Man braucht nur seine Wirtschaftsphantasie etwas sprudeln zu lassen und schon kommt man ganz schnell auf diverse Einnahmequellen.

Okay, ich schließe hier mal meine Gedanken, die gerade so viele Szenarien abbilden, ich kann gar nicht so schnell mit dem Schreiben hinterher kommen …  und das Wetter könnte man sich auch aussuchen, bei dem Mistwetter gerade eine schöne Option. Denn ich will nämlich gleich mal — bibbernd durch den Regen — ins First Life, auch Real Life genannt.